Thüringer in Ursenwang: Schwabentour mit Sturzbach-Alarm

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Auf dem Aktivspielplatz in Ursenwang wuselt es. Ein Grüppchen Kinder spielt Basketball, andere Fangen. Doch plötzlich öffnet von einer Sekunde auf die andere der Himmel seine Schleusen. Alle flüchten sich in den großen Pavillon. Wer keine nassen Füße will, muss sie hochheben, denn auch durch das Zelt fließt schnell ein Sturzbach. „Hab ich mein Schlafzelt zugemacht?“ Tabea ist sich nicht ganz sicher. „Wenn nicht, ist es eh schon zu spät“, meint Gisela Sann. Die Sozialpädagogin und zwei weitere Erwachsen betreuen auf dem Aktivspielplatz in Ursenwang die Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 15 Jahren von einem Abenteuerspielplatz aus Erfurt in Thüringen.

„Wir kennen uns seit Jahren durch gemeinsame Fortbildungen des Bundes der Jugendfarmen und Aktivspielplätze“, erzählt Lothar Ober, der Leiter der Ursenwanger Einrichtung. „Irgendwann hatten wir die Idee, mal einen Austausch zu machen. Nächstes Jahr wollen wir dann vielleicht mit unseren Aki-Kindern die Zelte in Erfurt aufschlagen. „Wir wurden sehr herzlich empfangen und freuen uns, dass wir den Platz nutzen dürfen. Es ist ganz toll hier für uns, freut sich Gisela Sann.“

Der Platzregen bietet den jungen Gästen Gelegenheit zu erzählen, was sie tagsüber beim „Land-und-Leute-Programm“ schon alles unternommen haben. „Mir hat es am besten am See in Plüderhausen gefallen“, verrät Hichem. Der See war am Dienstag nach einem Besuch des Klosters Lorch angesteuert worden. „Der Kletterwald und der Wasserspielplatz in Schwäbisch Gmünd waren auch toll“, strahlt ein anderer Junge. Die achtjährigeTabea ist mit ihrer Zwillingsschwester Meike bei der Ferienfreizeit dabei und erzählt stolz: „Beim Kistenstapeln war ich ganz oben und durfte die Glocke läuten.“ Lothar Ober erklärt: „Das war beim Thüringer Abend.“ Die Gäste aus Erfurt hatten dafür extra Original Thüringer Bratwürste und Brätel mitgebracht. „Auf den Freizeitpark Trippsdrill sind wir schon sehr gespannt“, freut sich Gisela Sann. Außerdem liefen die Akikinder beim Holzheimer Kinderfest am Festzug mit. Lothar Ober fügt an: „Wir haben das Motto Zirkus Akilino.“

Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen. Den Aktivspielplatz halbwegs trockenen Fußes zu verlassen, ist dennoch ein Ding der Unmöglichkeit. In den riesigen Schlaglöchern auf der Zufahrt haben sich knöcheltiefe Badeseen gebildet. Eine kleine Kiesspende wird sicher gerne angenommen.

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