Theater aus einer Hand

Im Rahmen der 8. Göppinger Kinder- und Jugendtheatertage kamen die Jüngsten beim "verlorenen Märchenstern" gleich in zwei ausverkauften Aufführungen des Sternchentheaters auf ihre Kosten.

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Der pfiffige Kasper Kasparek (re.) macht sich auf die Suche nach dem verlorenen Märchenstern.  Foto: 

"Das war voll schön", bekräftigt die fünfjährige Clara im Brustton der Überzeugung und ist mit ihrer Freude über die spannende Geschichte vom "verlorenen Märchenstern" nicht alleine. Denn die erste Aufführung des Sternchentheaters Plochingen im Haus der Familie war ratzfatz ausverkauft, dass sogleich im Anschluss eine Zusatzvorstellung stattfand. Kein Wunder, denn das einfühlsame Spiel der Marionetten, von sicherer Hand des Ehepaars Jan und Cornelia Vitha liebevoll in Szene gesetzt, begeisterte nicht nur die jüngsten Zuschauer.

Doch bevor sich die kleine Bühne mit Leben füllte, stellte sich das obere Fadenende dem erwartungsvollen Publikum vor. Anschaulich erklärte Jan Vitha wie Marionettentheater funktioniert, beantwortete geduldig alle Fragen und seine Frau Cornelia rief zwischen den vier Vorhängen die vergangenen Geschehnisse der Mitspieler in Erinnerung. "Was meint ihr, ist es jetzt schon aus?", wollte sie vom Publikum wissen. Ein lautstarkes Nein folgte.

Auf einer Burg lebt der dauermüde König Weißenhorn zusammen mit seiner klugen Tochter Samantha. Einst wurde ihm von einer Fee aufgetragen, auf einen Stern aufzupassen, der Märchen erzählen kann. Doch das Unglück nimmt seinen Lauf. Während eines kurzen Nickerchens verschwindet der wertvolle Märchenstern.

Zum Glück erfährt davon der pfiffige Kasper Kasparek. Das witzige Kerlchen macht sich sofort auf den Weg, um den verzauberten Stern zu suchen. Dabei führt ihn seine abenteuerliche Reise durch den Zauberwald bis ans Ende der Welt, wo er nicht nur die beiden quirligen Feen Himmelblau und Rothärchen, sondern auch auf den Engel der Lieder und gleichzeitigen Entführer des Märchensterns trifft. In Windeseile war eine Stunde vorbei.

Bis auf die Musik kommt alles von dem Ehepaar. Angefangen von den selbst geschriebenen Stücken, die es auch als Bücher gibt, den Puppen mitsamt den Kleidern und passenden Accessoires bis hin zum Theater und den dazugehörigen Requisiten. Und diese Handarbeit merkt und spürt man.

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