Theater-AG des Hogy mit "Drachenburger"

Mit Konrad Riggenmanns Stück "Drachenburger" eröffnete die Ong Dong Theater-AG des Hohenstaufen-Gymnasiums die Theaterwerkstatt im E-Werk.

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    Die Ong Dong Theater-AG des Hohenstaufen-Gymnasiums präsentierte bei der Theaterwerkstatt im Alten E-Werk das Stück "Drachenburger". Foto: 
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    Theaterwerkstatt im Rahmen der Theatertage: Theater-AG Ong Dong des Hohenstaufen-Gymnasiums mit dem Stück "Drachenburger" Foto: 
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    Theaterwerkstatt im Rahmen der Theatertage: Theater-AG Ong Dong des Hohenstaufen-Gymnasiums mit dem Stück "Drachenburger" Foto: 
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Zu der vierten im Rahmen der Göppinger Theatertage stattfindenden Theaterwerkstatt für Kinder und Jugendliche werden ausschließlich Gruppen aus dem Landkreis eingeladen, deren Darsteller nicht älter als 14 Jahre sind. Die Ong Dong Theater-AG des Hohenstaufen-Gymnasiums besteht aus 14 Schülern der Klassen sieben bis neun und wird geleitet von Gerald Schelle.

Konrad Riggenmann verwendet als Grundlage für sein Stück ein altes georgisches Märchen. Um den über die Stadt herrschenden Drachen bei Laune zu halten, muss jedes Jahr per Losentscheid ein Mädchen für ihn geopfert werden. Doch beim Losen wird tüchtig gemogelt: Die "höheren Töchter" der Stadt bleiben stets außen vor. Doch dann trifft es durch ein dummes Versehen ausgerechnet die Tochter des Fürsten.

Als die Sache von den Mächtigen der Stadt unter den Teppich gekehrt werden soll, erhebt sich endlich das Volk und ruft: "Gezogen ist gezogen, alles andere ist verlogen." Und als mit einer fadenscheiniger Erklärung die Ziehung für ungültig erklärt wird und erneut ausgelost werden soll, kommt es gar zum Aufstand der Bürger: "Ziehung wiederholen, heißt das Volk verkohlen", brüllen sie im Chor. Ein junger, mutiger Bursche niederen Standes möchte gegen den Drachen kämpfen und ihn töten. Der Fürst verspricht ihm Töchterlein samt Schlüssel zur Schatzkammer.

Eine Handlung, aus der sich für jede Theatergruppe aus dem Vollen schöpfen lässt, schaffte der Autor mit seinem Stück doch luftige Freiräume für Interpretationen verschiedenster Art, sei es nun Macht, Intrige, Unterdrückung, aber auch Aufbegehren bis hin zur Freiheit.

Und die jungen Akteure unter Gerald Schelles Regie bedienten sich nicht nur dankbar dieser Vorgaben, sondern verstanden es auch, diese in einer flüssig gespielten Inszenierung zum Ausdruck zu bringen. So sind die Mächtigen der Stadt nicht etwa fürstlich gekleidet in Purpur und Hermelin, sie stecken allesamt in schwarzen Anzügen - es könnten Bankmanager, Konzernbosse oder - ganz aktuell - Fußball-Funktionäre sein.

"Körper und Stimme sind uns wichtiger als die Einzelheiten des Textes", steht auf der Internetseite der Theater-AG. Und gerade am stimmlichen Ausdruck muss noch tüchtig gearbeitet werden, dürften doch die hinteren Reihen wenig vom Text verstanden haben, was freilich den guten Gesamteindruck der Aufführung nicht schmälern soll. Von den Besuchern im vollbesetzten Alten E-Werk gab's dann auch kräftigen Schluss-Applaus.

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