The Threex beim Sommerfestival

Auch wenn der Auftritt nicht zur angekündigten Musik-Comedy-Show geriet, begeisterten die Jungs von The Threex durch ihr musikalisches Können.

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Mit ihrem aktuellen Programm „Mindbowing“ möchten die drei Jungs von The Threex Tanz, Gesang und Zirkuskunst einfließen lassen in eine mit Schalk und Schabernack einhergehende Musik-Comedy-Show. The Threex sind die beiden Violinisten Jacek Stolarczyk und Krzysztof Kokoszewski sowie Jacek Obstarczyk am Flügel. Ihre Heimat ist Polen, an der Universität Wien haben sie zusammen ihren Abschluss in Musik und darstellender Kunst gemacht und streben nunmehr danach, künftig auch auf deutschen Musik- und Kleinkunstbühnen vertreten zu sein.

Den Programmanfang machte John Powells „Dragon Racing“, gefolgt von Nikolai Rimsky-Korsakovs „Hummelflug“, wobei die Jagd nach diesen niedlichen Tierchen mittels Fliegenfänger und großem Gummihammer recht albern wirkte. Mit Vittorio Montis „Csárdás“, Johannes Brahms‘ nicht minder feurig gespieltem „Ungarischer Tanz Nr. 5“, einer Nino-Rota-Komposition sowie Auszügen aus bekannten Chopin-Etüden (op. 10 und 25) kam das große musikalische Können der drei Künstler erhellend zum Ausdruck.

Zum großen Publikumsliebling des Abends wurde gleich zu Beginn des zweiten Teils Krzysztof Kokoszewski, begleitete er doch – stilgerecht im Tutu – Johann Strauss‘ „An der schönen blauen Donau“ mit anmutigen Balletteinlagen, derweil er sich während der „Tritsch-Tratsch-Polka“ als fangsicherer Balljongleur erwies, und, als krönenden Abschluss, mit einer Hand jonglierte und mit der anderen auf der Violine Beethovens „Neunte“ zupfte.

Auch konnte noch Jacek Stolarczyk mit seiner Michael-Jackson-Nummer gefallen, doch damit sollte es sein Bewenden haben mit Comedy, Schalk und Schabernack. In fast schon kammermusikalischer Korrektheit wurden die meisten der Kompositionen vorgetragen – eine abendfüllende Comedy-Show indes war dies sicher nicht. Hätten die The-Threex-Musiker an einem entsprechenden Wettbewerb teilgenommen, wäre ihnen von den Juroren wohl beschieden worden: „Brillant gespielt – Thema weitestgehend verfehlt“. Zudem würde der Programmgestaltung ein dramaturgisch-ordnender Eingriff kaum schaden, erwies diese sich doch eher als ein von kurzer Hand zusammengestellter Melodienmix ohne erkennbar klare Linienführung.

Freilich gab’s für die vorgetragenen Kompositionen vom Publikum im vollbesetzten Schlosshof völlig zu Recht immer wieder Jubelrufe, Zwischen- und begeisterten Schlussapplaus, erwiesen sich doch die The-Threex-Musiker als vorzügliche Virtuosen. Mit Astor Piazzollas „Escualo“ als letzte von zwei Zugaben endete ein auf musikalisch durchaus hohem Niveau stehender Abend.

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