Tempo 30 und Halteverbot an Fußgängerüberweg in Bünzwangen

Tempo 30 und Halteverbot sollen am Fußgängerüberweg an der Einmündung Alemannenstraße in Bünzwangen zu mehr Sicherheit beitragen.

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Tempo 30 soll in Bünzwangen für mehr Sicherheit sorgen.  Foto: 

Der Unfall ging glimpflich aus, hat aber für große Aufregung im Ebersbacher Ortsteil Bünzwangen gesorgt: Mitte März wurde an einem Fußgängerüberweg an der Ortsdurchfahrt ein Kind angefahren. Es kam mit dem Schrecken und ein paar Kratzern davon. Ein Antrag von Anwohnern war Anlass für die Verkehrsschaukommission des Landkreises, die Sicherheit an dem an der Einmündung der Alemannenstraße gelegenen Zebrastreifen zu überprüfen. In der zweiten Runde fiel eine Entscheidung.

An dem häufig von Schulkindern frequentierten Überweg habe es laut Aufzeichnungen der Polizei in den vergangenen drei Jahren keine Auffälligkeiten gegeben. Jedoch hat die Verkehrsschaukommission gleich mehrere Schwachpunkte ausgemacht. Der Überweg sei an einer sensiblen Stelle platziert, erklärt der Leiter des Kreis-Straßenverkehrsamtes, Karl Moser. Kritisch sei die Lage in einer Senke, außerdem behinderten parkende Fahrzeuge die Sicht. Zu denken geben den Fachleuten auch die gefahrenen Geschwindigkeiten, die die Stadt und die Polizei gemessen hatten. Es hätten sich zwar keine Extremwerte ergeben, aber 85 Prozent der Autofahrer fuhr zwischen 50 und 57 Kilometer pro Stunde. "Diese Werte sind recht hoch", sagt Moser.

Eine Option, um die Sicherheit an dem Überweg zu verbessern, war eine Fußgängerampel. Eine Voraussetzung dafür ist, dass mehr als 600 Fahrzeuge in Spitzenstunden die Stelle passieren. Gezählt worden seien 512 Fahrzeuge, "derzeit besteht aber noch die Umleitung nach Roßwälden", sagt Moser.

Die Verkehrsschaukommission habe nun alle Fakten gewertet und sich gegen die Ampel entschieden. Allerdings werden die Verkehrsteilnehmer künftig an der Ortsdurchfahrt das Tempo drosseln müssen. 150 Meter vor und nach dem Zebrastreifen darf künftig nur noch mit 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Außerdem werde ein Halteverbot in Sichtweite des Überwegs eingerichtet. Karl Moser regt an, dass in Bünzwangen über einen Lotsendienst oder Schulweghelfer nachgedacht wird, "das würden wir sehr begrüßen", sagt der Leiter der Behörde.

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