Teilzeit-Pfarrer für Eschenbach

Eschenbach trifft es als erstes: Dort wird die Pfarrstelle nach dem Abschied von Johannes Stahl auf 50 Prozent gekürzt. Im ganzen evangelischen Kirchenbezirk folgen Kürzungen ab 2018, bei Wechseln früher.

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Der Wechsel des Eschenbacher Pfarrers Johannes Stahl zur Missionsarbeit für Kamerun hat für die Eschenbacher Kirchengemeinde einschneidende Folgen. Die Vollzeitstelle wird auf 50 Prozent gekürzt, Heiningen und Eschenbach sollen künftig einen Verbund mit 1,5 Pfarrstellen und einer halben Diakonstelle bilden. So hat es die Bezirkssynode dieser Tage beschlossen. "Heiningen und Eschenbach werden zusammen gesehen", erläutert Dekan Rolf Ulmer, "mit Vertretungen und Arbeitsteilung kann man Synergien betreiben." Klassisch ist der gestaffelte Gottesdienst in benachbarten Orten, aber auch die Bündelung der Kräfte. "Es müssen nicht zwei das gleiche tun", erklärt Ulmer.

Die Eschenbacher Pfarrstelle wird damit kleiner als die von Schlat, obwohl Eschenbach größer ist. In Schlat hat Eva Barbara Schüz eine 75-Prozent-Stelle. "Man hat sich bei Schlat damals nicht getraut, gleich auf 50 Prozent runterzugehen", verrät der Dekan. In Eschenbach aber schon, weil die Erfahrungen mit 75-Prozent-Stellen nicht berauschend sind. Das sei nichts Halbes und nichts Ganzes und schwer zu besetzen, weiß der Dekan. Die Synode hat beschlossen, solche Stellen nicht mehr zu schaffen. Abschmelzen werden noch andere Stellen quer durch den Kirchenbezirk, aber erst 2018, wenn sich nicht zuvor ein Wechsel ergibt. In der Summe sind das 2,75 Stellen. Die Besonderheit: Die Kürzungen werden zunächst den "Gemeindekombinationen" zugewiesen, wie beispielsweise Heiningen und Eschenbach, und erst in einem weiteren Schritt einer Gemeinde. Eine solche Kombination bilden auch Jebenhausen, Bezgenriet und Hattenhofen, die künftig nur noch zwei volle Pfarrstellen haben - die halbe von Bezgenriet fällt weg.

Faurndau und Wangen/Oberwälden, die ebenfalls einen Verbund bilden, verlieren in der Summe eine halbe Pfarrstelle, bekommen dafür aber eine halbe Diakonstelle zugewiesen, die Göppingen abgeben soll. Eine geringfügige Kürzung um 0,25 Prozent steht bis 2018 für den Schurwaldverbund Adelberg, Börtlingen-Birenbach, Rechberghausen und Bartenbach an. Die mussten beim letzten Mal stärker bluten, erläutert der Dekan. Die Gemeinden in Hohenstaufen, Maitis und Wäschenbeuren verlieren ebenfalls eine halbe Stelle. Der Raum Holzheim, Manzen-Ursenwang und Schlat soll um um eine halbe Stelle abschmelzen, dafür aber eine Viertelstelle für die Hochschulseelsorge bekommen. Die drei Pfarrstellen in Uhingen sollen um eine halbe gekürzt werden.

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