Technikforum: Verfahren in der Medizintechnik

Das Technik-Forum Göppingen hat derzeit die Medizin in den Fokus gestellt. Auf großes Interesse stieß der Vortrag des Radiologen Professor Dammann über Bildgebende Verfahren in der Medizintechnik.

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Röntgenstrahlen bringen vieles ans Licht: Beim Vortrag von Professor Florian Dammann ging es um die bildgebenden Verfahren in der Medizin.  Foto: 

"Der Mensch will ein Bild haben und sich eines machen können - vor allem von seinen Feinden", sagte Professor Dr. Florian Dammann, Chefarzt für Radiologie in der Klinik am Eichert, über das Röntgenverfahren bei seinem Vortrag im Rahmen des Technik-Forums. "Ein gemeinsames Bild fördert zudem die Kommunikation zwischen Mediziner-Kollegen und durch die optische Transparenz kann auch dem Patienten die Krankheit besser verständlich gemacht werden." Die stetige Weiterentwicklung der bildgebenden Verfahren in der Medizintechnik kommt also nicht von ungefähr.

Die Röntgenaufnahme wird hauptsächlich nach Verletzungen des Bewegungsapparates und bei der Brustkrebsfrüherkennung, der Mammographie, genutzt. "Schnell, billig, gut verfügbar und standardisiert", nennt der Fachmann die Vorteile. Wesentlich genauere Bilder liefert die Computertomographie, ebenfalls ein Röntgenverfahren, das durch Schichtaufnahmen dreidimensionale Rohdaten zu einem Bild zusammensetzt. "Da die Ausdehnung der Erkrankung präzise erkannt wird, kann auch ein präziser OP-Plan erstellt werden, der die individuelle Anatomie des Patienten berücksichtigt."

Ein enormer Techniksprung sei mit dem neuen Verfahren der Volumen-Tomographie erreicht worden, das vorwiegend in Zahn- und Kieferchirurgie zum Einsatz komme. Die Magnet-Resonanz-Tomographie, kurz MRT, dient vor allem der Darstellung von Struktur und Funktion der Organe und des Gewebes. Es basiert physikalisch auf den Prinzipien der Kernspinresonanz und wird daher häufig auch als Kernspintomographie bezeichnet.

Neben der medizinischen Bildverarbeitung und der Analyse durch Erkennungssoftware ist auch immer noch der Mensch gefragt. "Bild, Diagnose, Therapie, so ist die Reihenfolge, verdeutlichte", der Radiologe, der sich für die Zukunft eine Weiterentwicklung in der Bildqualität, der Elastographie und der Kombination verschiedener Verfahren erhofft.

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