Symposium: Konradin, der letzte Staufer

|
Konradin, Enkel Friedrichs II., lässt bei der Beizjagd mit seinem Freund Friedrich, Markgraf von Baden, einen Falken steigen.  Foto: 

In der Symposiumreihe Staufer-Gestalten stellt die Gesellschaft für staufische Geschichte jeweils eine Persönlichkeit der staufischen Herrscherfamilie in den Mittelpunkt. einer eintägigen Veranstaltung. Nach Tagungen über die Stauferkönige Heinrich (VII.), Konrad IV. und Manfred sowie den Kaiser Friedrich Barbarossa steht nun am Samstag Konradin, der „letzte Hohenstaufe“, im Fokus. Geboren 1252, wurde er im Jahr 1268 in Neapel im Alter von 16 Jahren öffentlich hingerichtet. Er war der letzte legitime männliche Erbe aus der Dynastie der Staufer.

Bei der Tagung werden sieben Vorträge neue und bisher wenige bekannte Aspekte seines Lebens und seiner Herrschaft aufgreifen. In die Tagung einführen wird der Präsident der Staufergesellschaft, Professor Dr. Knut Görich.

Der erste Vortrag, gehalten von Prof. Dr. Joachim Wild von der Universität München, untersucht die Urkunden und Briefe Konradins und bewertet deren sprachliche und grafische Ausformung nach Lebensabschnitten.

Daran schließt sich der Vortrag von Professor Oliver Auge, Universität Kiel, an über „Konradin und das Herzogtum Schwaben“. Konradin wurde im Alter von zehn Jahren 1262 zum Herzog von Schwaben erhoben.

Nach der Mittagspause wendet sich Dr. Christof Paulus, Universität München, der Bedeutung Bayerns für den Staufer zu. Die Mutter Konradins war Elisabeth von Bayern, zur Welt kam der Junge in Wolfstein bei Landshut.

Professor Maurizio Ronzani von der Universität Pisa wird entlang den Etappen von Konradins Italienzug beschreiben, wie der junge Herrscher in Verona, Pavia, Pisa Siena und Rom aufgenommen wurde und welche Spuren er im Gedächtnis hinterlassen hat.

Professor Romedio Schmitz-Esser, Universität Graz, lenkt den Blick auf Graf Meinhard II. von Görz-Tirol und Rudolf von Habsburg, die zunächst zu Konradins wichtigsten Unterstützern zählten. Nach ihrer Abwendung von Konradin und seiner Hinrichtung konnten beide ihre Herrschaft in Tirol und Österreich ausbauen.

Svenja Trübenbach, Universität Bonn, stellt wenig bekannte Wandmalereien in einem Turm in Pernes-les-Fontaines (Vaucluse) in Frankreich vor. Es handelt sich um das einzige ausführliche Bildzeugnis vom Untergang des letzten Staufers aus dem Mittelalter.

Den Abschluss der Tagung bildet die Vorführung eines zehnminütigen italienischen Stummfilms von 1909 über Niederlage, Flucht und Hinrichtung Konradins.

Die Tagung findet statt von 10 bis 18 Uhr im Klosterneuburgsaal der Stadthalle. Interessierte Personen sind willkommen, eine Mitgliedschaft in der Staufergesellschaft ist nicht erforderlich.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Im Handwerk fehlt der Nachwuchs

Kurzfristig einen Handwerker zu finden, werde immer schwieriger, beklagen Kunden. In den Gewerken jedoch fehlen Mitarbeiter und vor allem Auszubildende, sagen Insider. weiter lesen