Symbiose aus Stein und Stift

"Stein und Stift" ist das Thema einer Ausstellung in der Göppinger Galerie Mauch. Gezeigt werden Werke von Ami Weber, Andrea Straub und der 1994 gestorbenen Margret Hofheinz-Döring.

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Werke von Ami Weber sind zurzeit in Göppingen zu sehen.  Foto: 

Ein Bild hebt sich ab von den anderen, verbreitet eine ganz andere Aura, ist eigentlich eine Collage. Helle Papierfetzen mit Skizzen und Notizen in Schichten über- und nebeneinander gelegt formen einen Hintergrund vor dem ein buntes Haus und ein ebenso farbig strahlender, kugelförmiger Baum Zufriedenheit verbreiten. Baum und Haus sind mit einer Wachsschicht überzogen. Als wollte die multiple Göppinger Künstlerin und Kunsttherapeutin Andrea Straub diesen emotionalen Zustand konservieren.

"Heim" hat sie ihr jüngstes und eigentlich noch gar nicht fertiges Werk, wie sie sagt, genannt. Es wirkt so, als hätte sie lange danach gesucht. Nach einer Stelle an der es sich lohnt inne zu halten. Ihre anderen Arbeiten, die zurzeit in der Göppinger Galerie Brigitte Mauch in der Ausstellung "Stein und Stift" zu sehen sind, vermitteln hingegen mehr das Gefühl von der Suche nach diesem Ort. Eine innere Unruhe ist es, die in diesen anderen Zeichnungen und Grafiken Spannung aufbaut. Andrea Straub steht für die Abteilung "Stift" in der Mauch'schen Ausstellung.

"Ich liebe das weiße Papier", erklärt die 51-Jährige. "Meist fange ich ohne Thema und Idee an zu kritzeln oder zu schreiben - aus einer Überfülle von Gedanken und Bildern heraus. Mich begeistert es mit einfachen Mitteln Struktur und Tiefe zu schaffen." Ihre Zeichnungen wirken fragmentarisch. Hier findet ein Übergang zu Adelheid Maria "Ami" Weber und dem Ausstellungsthema "Stein" statt.

In den Skulpturen der Steinbildhauerin lassen sich derartige, gleichgelagerte und seelenverwandte Grundzüge in dreidimensionaler Weise entdecken. Dann, wenn die 37-Jährige aus Donzdorf weibliche Torsi oder figurative und organische Formen aus Sandstein, aus Basalt oder Marmor und Gips schält. Mehrere Kreide-, Bleistift- oder Kohlezeichnungen der Donzdorfer Künstlerin und Denkmalpflegerin, die lange Jahre im französischen Elsass verbrachte und in Freiburg eine Meisterschule besuchte, belegen und verdeutlichen: die Kunst der Bildhauerei basiert auf zeichnerischem Können. Sie könne alles was sie zeichne auch in Stein gestalten, sagt Ami Weber.

Zwischen den Arbeiten von Andrea Straub und Ami Weber begegnet man in der Ausstellung auf engstem Raum auch zahlreichen kleineren, mitunter weniger bekannten Arbeiten der 1994 verstorbenen Göppinger Malerin Margret Hofheinz-Döring. Die Mischtechniken und Pastelle sollen zu und zwischen den Straub- und Weber-Arbeiten als Ergänzung und Bindeglied wirken.

Info In der Galerie Brigitte Mauch im Hofheinz-Döring-Haus in der Göppinger Schulstraße 12 ist die Ausstellung "Stein und Stift" noch bis Samstag, 11. April, zu sehen. An diesem Samstag findet auch die musikalische Finissage ab 13 Uhr statt.

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