Stillstand bedeutet Rückschritt

Ob Hoch-, Tief- oder Straßenbau: die "Kurt Gansloser GmbH" deckt alle Bereiche rund ums Bauen ab. Ein großer Maschinenpark und motivierte Facharbeiter machen die Firma flexibel.

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  • Drei Generationen Gansloser: Sitzend links Kurt Gansloser, stehend in der Mitte Senior Franz Gansloser und oben auf Schlepper Sohn Christopher. Fotos: Claudia Burst 1/2
    Drei Generationen Gansloser: Sitzend links Kurt Gansloser, stehend in der Mitte Senior Franz Gansloser und oben auf Schlepper Sohn Christopher. Fotos: Claudia Burst
  • Die Bagger zieren aufgesprühte Bilder und Embleme. Sie tragen laut dem Firmenchef dazu bei, dass die Arbeiter besser auf die Maschinen aufpassen. 2/2
    Die Bagger zieren aufgesprühte Bilder und Embleme. Sie tragen laut dem Firmenchef dazu bei, dass die Arbeiter besser auf die Maschinen aufpassen.
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Die "Kurt Gansloser GmbH" ist ein junger Betrieb. Jedenfalls was das Durchschnittsalter der rund 35 Mitarbeiter von Geschäftsführer Kurt Gansloser betrifft - er selbst ist mit seinen 47 Jahren das zweitälteste Mitglied seiner Belegschaft.

Was das Alter der Firma betrifft, sieht die Sache jedoch anders aus. Die führt der Straßenbau- sowie Hochbau-Meister seit 1994 bereits in der dritten Generation - und Sohn Christopher (25) steht in den Startlöchern. Der Junior hat ebenfalls den Beruf des Straßenbauers gelernt und danach Bau-Ingenieur studiert. Momentan erstellt er seine Master-Arbeit zum Thema Baugrund-Verbesserung - ein Arbeitsgebiet, das seit zwei Jahren zum vielfältigen Angebot der Kurt Gansloser GmbH dazu gehört. "Wir müssen vorwärts schauen. Mein Ziel ist, alles rund ums Bauen im eigenen Haus abwickeln zu können. Denn Stillstand ist Rückschritt!" betont der Chef, der - wenns drauf ankommt - sich auch selbst ans Steuer einer der schweren Baumaschinen setzt und mitarbeitet.

Alles im eigenen Haus: damit meint Kurt Gansloser tatsächlich alles. Um diesen Plan ohne Subunternehmer verwirklichen zu können, hat der Schaffer im Lauf der vergangenen 20 Jahre seinen Maschinenpark extrem ausgebaut. 80 große Baumaschinen stehen auf dem 15 000 Quadratmeter großen Gelände in Reichenbach - darunter zwei große Brecheranlagen samt Siebanlage für qualifiziertes Abbruch-Recycling, drei Spezialtraktoren mit jeweils 360 bis 390 PS für die Baugrund-Verbesserung, 20 Bagger, dazu Kettenlader, Radlader und Kleinmaschinen und nicht zuletzt fünf Sattel-Tieflader, um die Baumaschinen nach Feierabend sofort zur nächsten Baustelle transportieren zu können. Damit all diese Maschinen und Geräte ein Dach über ihr Dach bekommen, wird auch auf dem eigenen Gelände, das etwa die Hälfte des neuen Reichenbacher Industriegebiets "Südlich der Fabrikstraße" ausmacht, kräftig gebaut: es stehen bereits drei doppelstöckige Hallen, zwei weitere sind geplant. Dazu kommen Überdachungen - unter anderem für die Wiederaufbereitung von Bauschutt, eine große Werkstatt, ein Rohrlager, Büroräume und und und.

Die Vielfältigkeit am Bau macht den Reichenbacher konjunkturbeständig. Seit er die Firma von seinem Vater Franz Gansloser übernommen hat, konnte er den Jahresumsatz durchweg stetig steigern. Auch jetzt im Winter sind seine Mitarbeiter beschäftigt mit Arbeiten im Tiefbau und im Innenausbau. Sobald die Witterung mitmacht, geht es wieder richtig los - die Auftragsbücher sind bis in den Juli bereits ausgebucht. So gut wie alle Arbeiten sind auf Termin geplant. "Das klappt schon. Wir sind schnell" zeigt sich der Firmenchef zuversichtlich und er fügt hinzu: "Auf meine Leute kann ich mich verlassen". Einen großen Teil von ihnen hat Kurt Gansloser im Lauf der vergangenen Jahre selber ausgebildet und danach übernommen.

Gutes Betriebsklima ist wichtig, findet er. Deshalb gibt es jährlich Betriebsausflüge, zu denen seine Arbeiter eingeladen sind. Außerdem bietet er ihnen Weiterbildungen und Schulungen an.

Dadurch sind die Mitarbeiter auf allen Baustellen einsetzbar, was die Flexibilität des Unternehmens stärkt. Die Einteilung übernimmt Kurt Gansloser selbst. Überhaupt ist die Verwaltungsarbeit "Familienangelegenheit". Im Büro arbeiten außer Kurt Gansloser nur noch seine Frau Petra und immer wieder Sohn Christopher (soweit das mit dessen Studium vereinbar ist). "Kein Wasserkopf in der Verwaltung - das trägt zu unserem Erfolg bei" betont der Geschäftsführer.

Straßenbau macht den größten Teil des Arbeitsspektrums der "Kurt Gansloser GmbH" aus, dazu kommt der Asphaltbau (häufig für Fremdfirmen), der Tiefbau und - als Schlusslicht - der Hochbau.

Damit letzteres nicht das Schlusslicht bleibt, hat Kurt Gansloser im Dezember einen weiteren Schritt in eine erfolgreiche Zukunft getan: er hat den Bereich "Industriebau und schlüsselfertiges Bauen" der insolventen Süßener Firma KellerBau aufgekauft und als 100-prozentige Tochterfirma unter dem Namen "Kurt Gansloser Hochbau GmbH" bei sich integriert. Damit haben die zehn dortigen Facharbeiter wieder einen sicheren Arbeitsplatz.

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