Sternsinger sammeln eifrig

Die Sternsinger im Dekanat Göppingen-Geislingen sind zu Recht stolz. Zwischen Neujahr und Dreikönig haben sie 233 441 Euro gesammelt und damit nur knapp das Vorjahrsergebnis verpasst.

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Die Sternsinger im Göppinger Rathaus: Oberbürgermeister Guido Till empfing gleich mehrere Gruppen und würdigte das Engagement der Kinder. Foto: Giacinto Carlucci

1466 kleine und große Könige in ihren prächtigen Gewändern sowie 150 jugendliche und erwachsene Begleiter waren in der ersten Woche des neuen Jahres im Landkreis Göppingen unterwegs zu den Menschen. An unzählige Türen haben sie geklopft und den Dreikönigssegen an dieselben mit geweihter Kreide geschrieben. "Das war einfach gut", freute sich die zehnjährige Anna aus Bartenbach, "uns haben ganz viele Leute Geld in die Büchse geworfen, einmal kam sogar das Geld von ganzen oben angeflogen und wir mussten unsere Königsgewänder als Fangtuch benutzen", kann sie voller Begeisterung berichten. "Voll erwischt und ordentlich abgeduscht wurden die Kinder vom Wintergewitter am Donnerstag als sie auf dem Weg zum Empfang beim OB Guido Till Göppingen waren", sagt die Verantwortliche in der Seelsorgeeinheit St. Maria/Christkönig Göppingen, Gemeindereferentin Sigrid Billi. Sie hatte allein 19 Gruppen und 22 Gruppenleiter in der Nordstadt zu koordinieren. Ein besonderes erfreuliches Ereignis war für sie "der Segen, der per Telefon an ein Krankenbett" erteilt werden konnte.

"Es ist prima, dass sich all die kleinen und großen Menschen für eine gerechte Welt einsetzen und damit ihren Beitrag zu einer vorbildlichen Aktion leisten", unterstreicht Dekanatsreferent Felix Müller das Engagement. "Bereits im Vorfeld hatten sich in vielen Gemeinden die Mädchen und Jungen inhaltlich auf das diesjährige Leitwort ,Klopft an Türen, pocht auf Rechte! vorbereitet, um bei Bedarf Antwort geben zu können". So waren die Kinder und Jugendlichen um Sigrid Billi Mitte Oktober für ein Wochenende im Jugendhaus Neresheim zur Vorbereitung, weiß der Pressesprecher vom Katholischen Dekanat. Müller ergänzt: "Wie überall in Deutschland machten sie mit der Aktion deutlich, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt respektiert und unterstützt werden müssen. Sie setzen sich dafür ein, dass Erwachsene und Politiker ihre Rechte schützen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein." Doch gerade in Nicaragua, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen, würden die Kinderrechte mit Füßen getreten. Missbrauch, Misshandlung und häusliche Gewalt gegen Kinder seien dort an der Tagesordnung. Die Sternsinger unterstützen Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. "Sie werden selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können," so Müller.

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