Sternsinger bringen Segen

Mit Gottesdiensten in katholischen Kirchen wurden die Sternsinger ausgesandt. Sie werden nun bis zum Wochenende in Städten und Gemeinden unterwegs sein und an den Haustüren um Spenden bitten.

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. Es ist die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Bis zum Wochenende ziehen die bunt, edel und fantasievoll morgenländisch gekleideten Kindergruppen in Begleitung eines Erwachsenen unter dem Banner des sie leitenden Sterns von Haustüre zu Haustüre, um den Menschen die frohe Botschaft von der Geburt Jesu und den Jahressegen zu bringen. Es ist die 54. Sternsingeraktion.

Auf den Türsturz schreiben sie mit Kreide neben der Jahreszahl 2012 "C+M+B". Auch wenn die drei Weisen aus dem Morgenland der Überlieferung nach Caspar, Melchior und Balthasar heißen, haben die drei Buchstaben nichts mit dem Anfang ihrer Namen zu tun, sondern sind die Abkürzung für den lateinischen Satz "Christus mansionem benedicat" - Christus möge dieses Haus segnen.

Zugleich bitten die Sternsinger um Spenden - sie unterstützen damit Kinder in der Dritten Welt, Kinder in Not und Armut, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Und sie wollen darauf hinweisen, dass Kinderrechte vielfach missachtet werden. In diesem Jahr lautet ihr Motto deswegen "Klopft an Türen - pocht auf Rechte". Die Sternsinger im Alter zwischen sechs und 14 Jahren zeigen Solidarität - und erhoffen sie von den Erwachsenen, die sie besuchen. Beispielland ist diesmal Nicaragua.

Die einen haben ihre Freude am Anblick der fantasievoll verkleideten Kinder, den anderen bedeutet es etwas, für einen guten Zweck zu spenden - unverrichteter Dinge weggeschickt werden die Sternsinger, die nun bis zum Feiertag Heilige Drei Könige durch die Straßen ziehen und an Haus- und Wohnungstüren klingeln, indessen kaum.

"Klopft an Türen - pocht auf Rechte" lautet das Motto der Sternsinger-Aktion diesmal. Der Geislinger Pfarrer Ehrler erklärte in seiner Predigt im Aussendungsgottesdienst, was das heißt: Die Spenden sind für Kinder in den armen Ländern dieser Welt bestimmt; ihre Rechte werden besonders oft verletzt, ohne dass dies den Menschen in den reichen Ländern des Westens besonders auffiele. Diese Kinder sollen mit den Spenden aus der Sternsinger-Aktion die Möglichkeit erhalten, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Beim letzten Mal waren in den 40 Kirchengemeinden des katholischen Dekanats Göppingen-Geislingen fast 1500 Kinder als Sternsinger unterwegs, hinzu kamen 150 erwachsene Begleiter. Sie ersangen über 233 000 Euro Spenden.

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