Stauferland bald ein Paradies für E-Biker

Das Stauferland soll ein Paradies für E-Biker werden. Das kündigte Oberbürgermeister Guido Till, Vorsitzender der Tourismusmusgemeinschaft Stauferland, auf der CMT in Stuttgart an.

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Touristen sollen das Stauferland künftig auch problemlos mit ausgeliehenen E-Bikes erkunden können. OB Guido Till, Vorsitzender der Tourismusgemeinschaft Stauferland (TGS), strebt hier vor allem eine Vernetzung zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd an. Seine Vision: Der Gast kann mit dem Zug nach Gmünd fahren und von dort mit einem E-Bike über die zum Radweg ausgebaute Trasse der Hohenstaufenbahn nach Göppingen fahren. In Göppingen kann er das E-Bike wieder in einem Mobiltätszentrum am Bahnhof abgeben und mit dem Zug wieder davon fahren.

Till wie sein Gmünder Amtskollege Richard Arnold sehen das innovative Angebot auch als sinnvolle Ergänzung zu dem laufenden Projekt "Elektromobilität im Stauferland" (Emis), mit dem Elektromobilität in Stadtentwicklung und Klimaschutz integriert wird. Das Projekt soll demonstrieren, welche Anforderungen, Chancen aber auch Risiken Elektromobilität in Städten der Größe von Gmünd oder Göppingen mit sich bringt.

Auf Radtouren per E-Bike durchs Stauferland seien Abstecher zu zahlreichen attraktiven und lohnenden Zielen möglich, wie zum Beispiel nach Maitis, auf den Hohenstaufen, nach Adelberg oder nach Börtlingen, das mit dem Reinhold-Maier-Turm auf Touristen wartet und auf dessen Attraktivität beim Messe-Auftritt Bürgermeister Franz Wenka hinwies.

Für Till und Arnold ist das geplante E-Bike-Netz (Till: "Das werden wir in unseren Amtszeiten noch erleben") nicht das einzige, was die TGS voranbringen will. Die Besinnung auf die gemeinsame Geschichte der Staufer sei das Bindeglied zwischen den Mitgliedsgemeinden und zugleich ein Alleinstellungsmerkmal, das noch stärker vermarktet werden müsse.

Die schon drei Mal stattgefundenen Staufertage sollen deshalb weiter ausgebaut werden. Dazu gehöre in diesem Jahr auch das geplante Stauferlager auf der Gartenschau in Gmünd, so Till, der sich sichtlich über die guten Beziehungen in die Nachbarstadt freut. "Da ist aus anfänglicher freundlicher Zuneigung eine feste herzliche Freundschaft geworden", so Till.

"Die Tourismusgemeinschaft bietet die Chance flächendeckender Vermarktung. Es gibt da keinen weißen Fleck auf der Landkarte." Der Landrat des Ostalbkreises und frühere Bad Boller Bürgermeister Klaus Pavel unterstrich, dass sein Landkreis die Tourismusgemeinschaft Stauferland aus Überzeugung fördere, da sie einen wichtigen Beitrag zum Aufschwung der Branche leiste.

Der Ostalbkreis habe, so Pavel, 2013 mit mehr als 720 000 Gästeübernachtungen ein Rekordergebnis erzielt. Für dieses Jahr rechnet Pavel gar mit 850 000 bis 900 000 Übernachtungen und begründet dies mit der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd und mit dem Stadtjubiläum in Ellwangen. Pavel: "Tourismusförderung ist beste Wirtschaftsförderung". Denn in keiner Branche sonst bliebe die Wertschöpfung zu 100 Prozent im Landkreis. Der Landrat wies darauf hin, dass viele die Tourismusförderung fälschlicherweise mit Freizeitvergnügen abtun. Dabei würde die Branche beachtliche Umsätze machen. Rund 150 Euro lasse im Schnitt ein Übernachtungsgast liegen.

Till, Arnold und Pavel begrüßten, dass der Landkreis Göppingen nun ebenfalls der Tourismusgemeinschaft Stauferland beigetreten sei und die Organisation finanziell unterstütze. Damit sei der Weg, sich professioneller aufzustellen, geebnet, so Till. Der OB hatte zuvor den ursprünglichen Plänen, das Stauferland mit der Erlebnisregion Albtrauf (früher: Helfensteiner Land) zu vereinigen, eine Absage erteilt.


Der Stand der Tourismusgemeinschaft Stauferland befindet sich auf der CMT in Halle 6.

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Kommentare

14.01.2014 09:29 Uhr

E-Bike auf der Trasse

Hallo,
die idee ist richtig gut! Nur sollte dann auch die Trasse an das moderne Verkehrsmittel angepasst werden. Die Trasse ist voller Risse und sollte um gefahrlos fahren zu können nicht einfach mit Bitumen zugeklebt werden, sondern professionell wie sich das Angebot darstellt ausgebessert werden mit einer neuen Teerschicht. Die Risse und das Bitumen bergen Sturzgefahr für Biker und Inliner!
mit freundlichen Grüßen
Michael Wakenhut

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