Stadtmuseum Ebersbach zeigt Menschen 1914 im unteren Filstal

"Das Jahr 1914: Menschen, Hoffnung, Krieg" - unter diesem Motto ist seit Donnerstag eine neue Ausstellung im Ebersbacher Stadtmuseum "Alte Post" zu sehen. Die Ausstellung läuft bis zum 16. November.

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Zahlreiche anschauliche Exponate zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 sind noch bis zum 16. November in Ebersbach zu sehen.  Foto: 

100 Jahre sind seit dem Ausbruch der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts vergangen. Auch im unteren Filstal hinterließ der erste Weltkrieg deutliche Spuren. Das Ebersbacher Stadtmuseum zeigt hierzu in seiner großen Jahresausstellung ausgewählte Exponate, um den Besuchern die damalige Situation in Ebersbach und näherer Umgebung zu verdeutlichen.

Die Ausstellung geht der Frage nach, was die Menschen bewegt hat und vor allem, welche Wünsche und Hoffnungen sie 1914 hatten - zuhause und an der Front. Was wissen wir von ihnen, wer waren sie?

Eröffnet wurde die Vernissage mit einem Grußwort des Ebersbacher Bürgermeisters Sepp Vogler. In einigen Sätzen umriss er den Hintergrund des ersten Weltkriegs und das damit verbundene Ende der Kaiserzeit. Zudem brachte er den Wunsch zum Ausdruck, dass "trockene Geschichte emotional greifbar" werden solle.

Museumsleiter Uwe Geiger sprach anschließend über die Hintergründe und seine Intention, "viele Einzelschicksale in einen Gesamtkontext zu bringen". Die Exponate setzen sich aus Leihgaben sowie Feldpostbriefen und Fundstücken des Ebersbacher Stadtarchivs zusammen. Konzeptionell ist die Ausstellung in drei Abschnitte, getrennt durch die Stockwerke, gegliedert. Im Erdgeschoss ist ein üppiges Hochzeitsmahl und Frauenmode zu sehen, um zu verdeutlichen, dass viele Menschen aus dem Vollen schöpfen konnten, bevor der Krieg ausbrach. Der erste Stock ist von Militarismus, Patriotismus und der Euphorie der Mobilmachung geprägt.

Der Hauptteil der Ausstellung befindet sich im zweiten Stock, wo der Krieg anhand verschiedener Biographien und Fundstücke dem Besucher anschaulich näher gebracht wird. Geiger brachte in seinem Vortrag die verschiedenen, auch emotionalen Stadien des Krieges sehr gut zum Ausdruck. Von der anfänglichen Euphorie und Entschlossenheit über die Zweifel angesichts der vielen Opfer bis hin zur abschließenden Ernüchterung und Depression, die sich in neuem Gottvertrauen und sogar Aberglauben niederschlug.

Abschließend wurden die Besucher zum Erkunden der Ausstellung eingeladen. Insgesamt ein gelungener Auftakt zu einer vor allem regional sehr interessanten Ausstellung.
 



Öffnungszeiten: Do. 14-18 Uhr, So. 14-17 Uhr (bis 16. November) im Stadtmuseum "Alte Post" in der Martinstraße 10 in Ebersbach.

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