Göppinger Stadtgeschichte gibt es auch als Comic

Stadtgeschichte in Bild und Wort auf den Punkt gebracht – das zeigt der Comic-Band „Aus unserer Sicht“ von Schülern des Freihof-Gymnasiums.

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Das ungewöhnliche Comic-Projekt des Freihof-Gymnasiums machte den Schülern nicht nur viel Spaß und Arbeit, sondern stieß bei der Präsentation auch auf großes Interesse.  Foto: 

Von einer „neuen Erfahrung als Klasse“, von „Spaß“, von spannenden Exkursionen ins Museum und Archiv oder zum größten Comic-Onlinehändler und vielfältiger Unterstützung sprach Annalena Baumgärtner am Mittwochabend im Atrium des Göppinger Rathauses. Die Schülerin des Freihof-Gymnasiums stellte die Arbeit an einem ungewöhnlichen Projekt vor, an dessen Ende der Comic-Band „Aus unserer Sicht – Göppinger Geschichte im Comic“ steht. Er ist jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt worden und belegt, dass im Zusammenspiel fächerübergreifenden Arbeitens, mit der Begleitung externer Experten und engagierten Lehrern Schüler Zugang zu Themen finden, die sie sonst vielleicht eher langweilen.

Herausgekommen sind auf über 160 Seiten 22 spannenden Episoden aus der Stadtgeschichte. Ganz unterschiedliche Themen hatten sich die Achtklässler ausgesucht und spannen den Bogen von der Alamannenzeit bis in die 60er Jahre. „Sie waren frei in der Themenwahl“, so Geschichts- und Deutschlehrer Andreas Förschler. Zahlreiche Comics haben die NS-Zeit zum Inhalt. Aber auch die streitbaren Göppinger Weiber oder der unglückliche Graf Zeppelin, der mit seinem Luftschiff an einem Birnbaum hängen geblieben war, der Maientag oder der Stadtbrand, die Gründung der Firma Märklin oder ein angebliches Gespenst und wilde Riesen wurden in Szene gesetzt.

Begleitet wurden die Schüler dabei von dem Stuttgarter Zeichner Stefan Dinter, von dem sie erfuhren, wie Charaktere entwickelt, wie eine Geschichte aufgebaut wird. Im Deutsch- und Geschichtsunterricht und im Fach Bildende Kunst bei Isabel Lindemann führten sie ihre Arbeit fort und beeindruckten damit ihren Schulleiter Dr. Andreas Pfletschinger ebenso wie Göppingens Schulbürgermeisterin Almut Cobet. „Mit Kopf, Herz und Hand hat Ihr Tiefgreifendes umgesetzt“, so Cobet. „Ihr habt etwas Wertiges geschaffen“. Das Projekt, das mit Unterstützung der „Kulturagentin für kreative Schulen“, Kerstin Schäfer, realisiert worden war, belege, „dass Geschichte nicht langweilig ist“, so Cobet weiter.

Vielfalt der Stile

In der künstlerischen Ausgestaltung unterscheiden sich die Comics stark. Von funny bis zum Abenteuercomic, vom Manga-Stil bis zum Stil einer Graphic Novel, mit wenig Text oder viel Erläuterung, in Schwarz-Weiß oder farbenprächtig – jede Geschichte ist auch Ausdruck der Persönlichkeit ihres Autors. Sie belegen in jedem Falle: „Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Enthusiasmus und Ausdauer dabei“, so Stefan Dinter.

Info „Aus unserer Sicht – Göppinger Geschichte im Comic“ ist beim i-Punkt im Rathaus für zwölf Euro erhältlich.

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