Spielgruppe für Asyl-Kinder

Viele konkrete Projekte haben sich aus dem ersten "Runden Tisch Asyl" in Göppingen entwickelt. Jetzt vereinbarten die Teilnehmer erneut viele Angebote.

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Nicht nur Göppingens Bürgermeisterin Gabriele Zull zeigte sich "wirklich beeindruckt" davon, wie viel konkrete Projekte und Aktionen in den vergangenen Wochen angegangen wurden, um in Göppingen eine Willkommenskultur zu pflegen, die es Flüchtlingen ein bisschen leichter macht, sich nach traumatischen Erlebnissen in der Stadt etwas heimisch zu fühlen. Vor wenigen Wochen erst hatte die Stadt mit der Unterstützung der Bürgerstiftung Haupt- und Ehrenamtliche eingeladen, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen für die Flüchtlinge einsetzen. Bei diesem ersten "Runden Tisch Asyl" war deutlich geworden, dass die umfangreiche Zahl von Angeboten vor allem gut vernetzt werden muss.

Das scheint zu gelingen. Erste konkrete Projekte sind im Zusammenspiel entstanden. So wird die SOS-Kinder- und Jugendhilfe eine Spielgruppe für die Kinder der Flüchtlinge einrichten. Mit Unterstützung der Bürgerstiftung werden Familienpaten speziell auf die Bedürfnisse der Flüchtlinge geschult. Das Rupert-Mayer-Haus wird eine Fortbildung anbieten für alle, die mit traumatisierten Menschen arbeiten und sich für sie engagieren. Der Stadtverband Sport will im Wohnheim an der Pappelallee über die Angebote der Göppinger Sportvereine informieren. Im Bürgerhaus in der Kirchstraße werden die Kinder am 5. März zu einem Spiele-nachmittag eingeladen. Beim CVJM soll eine Musikgruppe gegründet werden.

Zahlreiche Projekte werden in den kommenden Wochen konkret angegangen. So wird die Schulsozialarbeit an der Südstadt-Grundschule weiter ausgebaut und am 25. März um 19.30 Uhr soll i bei der Zentralen Beratungsstelle für Zugewanderte des Diakonischen Werkes in der Grabenstraße 32 der "Freundeskreis Asyl" neu belebt werden. Diskutiert wurde auch über Hausaufgabenhilfe für die Kinder der Flüchtlinge und Arbeitsangebote im Waldeckhof.

Bei allem Optimismus wurde allerdings deutlich, dass noch immer großer Gesprächsbedarf zwischen allen Beteiligten, die sich für Flüchtlinge einsetzen, besteht. So kennen Lehrerinnen der Südstadt-Grundschule die Leiterin der Pappelallee bislang nicht einmal dem Namen nach. Das Thema Vernetzung bleibt daher aktuell. Insbesondere in einem Bereich wird es wohl von zentraler Bedeutung sein: Verlassen die Flüchtlinge die Sammelunterkunft, weil sie anerkannt oder geduldet sind, gestaltet sich vor allem die Suche nach einer geeigneten Wohnung als sehr schwierig.

Info Im Frühsommer wird die Stadtverwaltung zum nächsten "Runden Tisch Asyl" einladen. Weitere Informationen bei Chris Berger, Telefon: (07161) 650-355 oder cberger@

goeppingen.de)

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