SPICKZETTEL

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Mit einer Putzaktion starteten die Schüler der Silcherschule und der Filseckschule die Bachpatenschaft an der Krumm. Foto: Giacinto Carlucci

Schillerschule/Filseckschule

Eislingen/Uhingen - Naturpädagogik statt Mathe und Englisch: Während draußen nach der strengen Kälte die ersten Frühlingsboten noch auf sich warten lassen, haben sich Schüler der Schillerschule aus Eislingen bereits an den Frühjahrsputz gemacht. Nicht etwa die Säuberungsaktion des Schulhauses stand auf dem Stundenplan, sondern eine Bachputzete an der Krumm. Bewaffnet mit Mülltüten zogen die elf- bis zwölfjährigen Kinder los, um die Böschung und das Ufer der Krumm zu säubern.

Etwa zwölf Schüler der Schillerschule nahmen an dieser Säuberungsaktion teil. Unterstützt wurden sie von Schülern der Filseckschule Uhingen. Die beiden Schulen führen in diesem Jahr ein gemeinsames Projekt zum Neckar durch. Um das Thema Gewässer nicht nur in der Theorie zu erarbeiten, haben sich die Schüler mit ihren Lehrern zu dieser Aktion im Rahmen einen Bachpatenschaft entschlossen. Vorgenommen haben sich die Schüler einen Abschnitt an der Krumm von etwa 1,3 Kilometern in Nähe der Schule. Aus dem Bachbett und dem Uferbereich zogen sie jede Menge Müll. Die Bachputzete soll nach Aussage von Ulrich Traub, Lehrer an der Schillerschule und Initiator der Aktion, keine Eintagsfliege sein. "Wir wollen mehrmals im Jahr tätig werden. Daher sind wir an die Stadt herangetreten, mit dem Ziel eine Bachpatenschaft für einen Abschnitt der Krumm zu übernehmen." Der Umweltbeauftragte der Stadt Eislingen, Wolfgang Lissak, begrüßt dieses Engagement ausdrücklich. "Wir unterstützen dieses Projekt sehr gerne, da die Krumm ein besonders schutzwürdiges Fließgewässer mit einer hohen ökologischen Bedeutung ist." Als wichtig bewertet Lissak, dass Jugendliche über eine derartige Aktion zu einer Verantwortung gegenüber der Natur herangeführt werden. Den naturpädagogischen Ansatz unterstreicht auch Oberbürgermeister Klaus Heininger und freut sich darüber, dass Jugendliche in ihrer Freizeit der Natur diesen wichtigen Dienst erweisen. Logistische Unterstützung leistet der Bauhof. Heininger überreichte der Schillerschule eine Urkunde über die Bachpatenschaft für die Krumm. Die Bachpatenschaft umfasst viele Aufgaben, beispielsweise die regelmäßige Beobachtung und Dokumentation des Baches und seiner Entwicklung, Gewässeruntersuchungen zur Ermittlung der Gewässergüte, Kartierung und Bestandsaufnahmen der Tier- und Pflanzenwelt, Förderung der Artenvielfalt durch Hilfsmaßnahmen, Müllsammelaktionen. Weitere Putzaktionen und eine Gewässeruntersuchung sollen folgen, sagt Lehrer Ulrich Traub.

Uhland-Realschule

Göppingen - Schüler der Uhland-Realschule Göppingen machten mit beim regionalen Wettbewerb "Jugend forscht" in Künzelsau. Die Schüler nahmen jede Menge Erfahrungen mit nach Hause. Es waren drei spannende Tage an der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau. Fünf Schüler der Klassen 9 nahmen dort mit zwei Projekten im Fachbereich Chemie teil. Die jungen Forscher Kai Wiedmann (15), Yannick Beeck (14) und Lukas Mauritz (15) untersuchten mit ihrem Projekt "Baustoffe und der Treibhauseffekt" inwieweit sich der Treibhauseffekt auf alltägliche Baustoffe auswirkt. Mit einem Versuchsaufbau stellten die Jugendlichen fest, dass mit dem zunehmenden Kohlendioxid-Anteil in der Luft durch den Treibhauseffekt beispielsweise Beton im Laufe der Zeit zerbröckelt. Viele andere interessante Ergebnisse konnten mit dem Versuchsaufbau erzielt werden. Insgesamt 115 Teilnehmer mit 54 Projekten begeisterten. Auch das Projekt "Biorohöl aus Stroh herstellen und weiterverarbeiten" von Christian Strese (15) und Lukas Rick (15) begeisterte die Jury und die Besucher. In eifriger Arbeit zuhause arbeitet Lukas Rick an einem Modell mit dem er das kostbare Produkt "Öl" herstellen kann. In der Schule wurde weiter experimentiert. "Der Chemiesaal hatte wochenlang einen stechenden Geruch", so die Lehrerin und Betreuerin der beiden Projekte, Verena Hinderberger, "aber die Arbeit und der Geruch haben sich gelohnt." Lukas Rick und Christian Strese erreichten den 3. Platz des Regionalwettbewerbes sowie einen Sonderpreis für "Umwelt und Naturschutz".

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