SPD mahnt Hilfe für Schlecker an

Vor dem Hintergrund der Schließung von Schlecker-Filialen auch im Landkreis fordern die SPD-Abgeordneten Peter Hofelich und Sascha Binder Bundeshilfe für die Mitarbeiter, die gekündigt werden.

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Steht auch auf der Schließungsliste: die Schlecker-Filiale in Rechberghausen. SPD-Politiker fordern staatliche Hilfe für die Mitarbeiter. Foto: Giacinto Carlucci

Sechs Schlecker-Filialen allein im Wahlkreis Göppingen stehen auf der aktuellen Schließungsliste: Vier in Göppingen und je eine in Rechberghausen und Wäschenbeuren. Im gesamten Landkreis werden wohl acht Filialen zumachen müssen. Im Land sind 269 Filialen und rund 1000 Arbeitsplätze insbesondere von Frauen betroffen. Das wurde jetzt durch den Insolvenzverwalter bekannt. Die SPD im Landtag hält es für erforderlich, den Insolvenzverwalter bei der Gründung einer Transfergesellschaft mit einem günstigen Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu unterstützen und ein künftiges existenzfähiges Kernunternehmen Schlecker bei Bedarf mit einer Bürgschaft auszustatten.

"Dringlichste Aufgabe ist es, eine Finanzierung für den Start der Transfergesellschaft zu finden", ist sich der Göppinger SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich mit seinem SPD-Kollegen aus Geislingen einig. "Die brauchen wir dringend, denn diese Transfergesellschaft ist die Brücke, mit der die zu kündigenden Mitarbeiterinnen in den Arbeitsmarkt entlassen werden." Hofelich und Binder kritisieren Bundeswirtschaftsminister Rösler, der nicht begriffen habe, dass eine Transfergesellschaft das wirtschafts- und sozialpolitisch erforderliche Instrument zur Lösung des Problems darstelle. "Dass die FDP kein Interesse hat, Beschäftigte in Not auch durch staatliche Maßnahmen zu unterstützen, war ja nichts Neues, so der SPD-Kreisvorsitzende Binder. "Dass aber auch die CDU auf Bundes- wie Landesebene sich querstellt, den Beschäftigten zu helfen, hatte ich nicht erwartet", so der Geislinger SPD-Mann.

Peter Hofelich, der auch Beauftragter der Landesregierung für Mittelstand und Handwerk ist, sieht die Zwischenfinanzierung über die KfW als Instrument, mit dem rechtzeitig und aus einer Hand den Schlecker-Mitarbeiterinnen geholfen werden kann. "Wir werden weiter mit Hochdruck daran arbeiten, dass die KfW-Zwischenfinanzierung nicht vorschnell in Berlin verworfen wird", so der SPD-Politiker. Binder stößt ins selbe Horn: "Wenn schon die Schließung von Schlecker-Filialen nicht verhindert werden kann, so muss zumindest alles dafür getan werden, damit die Folgen des Arbeitsplatzabbaus durch eine Transfergesellschaft abgemildert werden."

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