Sparda-Bank auf Wachstumskurs

"Der Sparda-Bank geht es gut", so Vorstandschef Thomas Renner beim Neujahrsempfang der Göppinger Filiale. Mit einem landesweiten Plus von 4,3 Prozent erreichte sie ein Bilanzvolumen von 12,2 Milliarden Euro.

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Rund 150 Gäste, darunter Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport kamen ins Göppinger E-Werk und feierten ein kleines Jubiläum. Der damalige Filialleiter Walter Hahn, inzwischen Bereichsleiter von sieben Filialen, begann vor 20 Jahren mit drei Mitarbeitern und einem Marktanteil von 1,9 Prozent. Im vergangenen Jahr bewegten dagegen zwölf Mitarbeiter am Schillerplatz ein Kundenvolumen von 590 Millionen Euro (plus 5,8 Prozent) und erzielten einen Marktanteil von 10,1 Prozent. Das liegt deutlich über dem landesweiten Schnitt. Die Kundenkredite stiegen um 6,4 Prozent auf 279 Millionen Euro, darunter Neuzusagen in Höhe von 46 Millionen Euro.

"Wir profitieren von dem Trend, dass die Menschen in unsicheren Zeiten verstärkt auf den privaten Wohnungsbau und die Modernisierung setzen", begründet Sven Strahlendorf, der die Filiale seit einem Jahr leitet, das Wachstum. Allerdings biete die Sparda-Bank auf Grund ihrer schlanken Verwaltung auch günstige Zinskonditionen. Ein weiterer Grund für das kontinuierlich solide Wachstum der größten Genossenschaftsbank in Baden-Württemberg: Die Kredite finanziert das Institut mit den Kundeneinlagen. So wuchsen die Einlagen in Göppingen um 5,3 Prozent auf 311 Millionen Euro. Insgesamt haben 22 384 Kunden (plus 3,1 Prozent) 13 904 Girokonten (plus 5,1 Prozent) bei der Sparda.

"Seit sechs Jahren wechseln wir von einer Krise zur nächsten", sagte Thomas Renner, der Immobilienkrise folgte die Finanzkrise, der Vertrauenskrise, die Schulden- und Währungskrise. Es werde viel darüber geredet, so der Stuttgarter Vorstandsvorsitzende, "aber wir Deutschen spüren wenig davon". Allerdings wollte er nicht prognostizieren, dass dies so bleibe. Es sei wichtig, seine Hausaufgaben zu erledigen, so musste die Sparda-Bank Baden-Württemberg im vergangenen Jahr zusätzlich 500 000 Euro als Bankabgabe zahlen, einen Millionenbetrag in den Sicherungsfonds einzahlen und die Eigenkapitalquote erhöhen. Dies sei gelungen, so Vorstandschef Renner, weil die landesweit 747 Mitarbeiter einfache und standardisierte Lösungen bei Finanzierungen und Geldanlagen anbieten. "Unser einfaches Geschäftsmodell ist in Krisenzeiten nicht zu stoppen", sagte Renner.

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