Solera will auch in Göppingen wachsen

Trotz der politischen Debatte um die Förderung der Solarenergie blickt die Firma Solera mit großem Optimismus in die Zukunft: Das Unternehmen hat eine Niederlassung im Göppinger Stauferpark eröffnet.

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  • Solera-Niederlassungschef Bodo von Schmoller (r.) und Klemens Jakob von der Thomas Preuhs Holding vor einem Steuerungsgerät. Fotos: Staufenpress 1/2
    Solera-Niederlassungschef Bodo von Schmoller (r.) und Klemens Jakob von der Thomas Preuhs Holding vor einem Steuerungsgerät. Fotos: Staufenpress
  • Bodo von Schmoller erläutert den Aufbau eines Solarmoduls. 2/2
    Bodo von Schmoller erläutert den Aufbau eines Solarmoduls.
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"Solera" ist eine Wortkombination mit spanischem Ursprung und steht für das Zeitalter der Sonne. Dass dieses gerade erst begonnen hat, davon ist Bodo von Schmoller überzeugt. Der Leiter der Niederlassung der Solera GmbH im Göppinger Stauferpark verhehlt zwar nicht, dass die politischen Diskussionen um die Förderung der Solarenergie zuletzt für viel Unruhe auf dem Markt gesorgt haben. Und der Experte hat auch kein Problem damit einzuräumen, dass seiner Ansicht nach der Höhepunkt des Solaranlagen-Booms "hinter uns liegt".

Doch das ändere nichts daran, dass in Zukunft weitere Anlagen installiert werden. Zumal es seit drei Jahren ein Gesetz gibt, das den Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom ermöglicht. Und das verändert einiges. Denn der Strompreis, davon ist Bodo von Schmoller genauso überzeugt wie andere Fachleute aus der Energiebranche, wird weiter steigen. Das mache es attraktiv, zum Selbstversorger zu werden, zumal sich auch die Speichertechnologie immer weiter entwickle. Außerdem sei es eine Mär zu glauben, dass sich nur dort, wo permanent die Sonne vom Himmel herunterbrenne, Solaranlagen lohnten. "Durch hochwertige Solarzellen, die auch bei diffusem Licht und ungünstigen Wetterbedingungen noch gute Erträge erzielen, sind heutzutage die meisten Dachflächen zur Installation einer Solaranlage geeignet", erklärt von Schmoller. Natürlich gilt: Wichtige Faktoren für den Ertrag sind die Himmelsrichtung, nach der das Dach ausgerichtet ist, und der Neigungswinkel des Dachs. Denn je länger die Sonne ungehindert auf die Photovoltaikanlage strahlen kann, desto mehr Sonnenenergie kann in Strom umgewandelt werden.

Mehr als 2000 Anlagen hat Solera in den vergangenen Jahren - vor allem in Baden-Württemberg - montiert. Das im Jahr 2008 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Geislingen bei Balingen und Niederlassungen in der Schweiz und seit dem Frühjahr in Göppingen ist Teil einer Firmengruppe, die gemeinsam mit Schwesternunternehmen unter dem Dach der Thomas Preuhs Holding beheimatet ist.

Klemens Jakob, bei der Holding Geschäftsführer für den Bereich Entwicklung, spricht von einem "Verbraucherverhalten, das sich komplett verändert". Bei den Kunden wachse das Bewusstsein, dass man sauberen Strom selbst produzieren und einsetzen könne. "Das ist absolut transparent und jeder kann mitmachen", betont Jakob. Bodo von Schmoller ergänzt: "Früher kamen die Kunden und fragten vor allem danach, wie viel man verdienen kann, wenn man Strom ins Netz einspeist. Heute kommen viele Leute und sagen: Wir wollen jetzt auf Solarenergie umstellen."

Was jedoch nicht bedeutet, dass man mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage nicht immer noch Geld verdienen kann. Die Einspeisevergütung ist vom Gesetzgeber für 20 Jahre zugesagt. Die Erfahrungen lehren, dass der Kauf einer Anlage in rund zwölf Jahren refinanziert ist. Und die Laufzeit einer Anlage betrage 25 bis 30 Jahre, betont von Schmoller. Was sich in den vergangenen Jahren stark verändert habe, sei die Technik und ihre Komplexität. Auch das Anmeldeverfahren für die Anlagen sei deutlich komplizierter geworden. Der Niederlassungsleiter der Solera GmbH in Göppingen sieht auch deshalb gute Chancen für sein Unternehmen. Denn Solera arbeitet mit einem eigenen am Hauptsitz in Geislingen bei Balingen stationierten Handwerkerpool. Das zahle sich aus, denn so könne den Kunden höchste Qualität geboten werden, erklärt von Schmoller. Heute sei Spezialisierung gefragt, sowohl bei der Planung und Montage von Photovoltaikanlagen, als auch bei deren Steuerung und Überwachung. Für letzteren Bereich hat die Holding eigens die Solar-Log GmbH gegründet - einen Dienstleister für solare Systeme.

Die Solera GmbH im Stauferpark, die in der Wolfgang-Pauli-Straße unterhalb der Werfthalle über eine Betriebsfläche von rund 450 Quadratmeter verfügt (Büros und Lager), beschäftigt fünf Mitarbeiter. Für den Vertrieb - auch den technischen - wird weiteres Personal gesucht.

Info www.solera.de

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