Skatepark auf dem Zeller Berg Gemeinde steigt in Jugendarbeit ein

Die Standortfrage ist geklärt: Die Zeller Jugend bekommt einen Skatepark am Zeller Berg. Der Gemeinderat steigt auch in die offene Jugendarbeit ein.

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Jetzt geht es in den Endspurt: Möglichst bis zu den Sommerferien soll der Skatepark angelegt werden, den sich Zeller Jugendliche wünschen. Das hatte sich im letzten Herbst bei einem Jugendforum herausgestellt. Zuletzt ging es nur noch um den Standort, das Geld war schon bereitgestellt. Der Zeller Berg schien dem Gemeinderat günstig, weil er in einiger Entfernung zur Wohnbebauung liegt, aber nicht außerhalb des Dorfes. Die Gemeinde hat dort noch ein freies Plätzchen an der Zufahrt zum Vereinsheim des TSG und den Tennisplätzen.

Allerdings wird im Sommer noch nicht so viel stehen. "Wir fangen mit einer Fun Box an, mit einem Element", erläuterte Hauptamtsleiterin Heike Wiedmann. Dann gehe es weiter mit der Sponsorensuche. 2000 Euro hat schon der Second-Hand-Basar eingebracht.

Gekoppelt wird das mit einem Wunsch, der vom benachbarten Autohaus Ratzel kommt. Unmittelbar neben dem Skateplatz sollen Parkplätze für die Ratzel-Beschäftigten angelegt werden. Die Gemeinde als Grundeigentümerin will nach Möglichkeit beides zusammen ausführen lassen und damit Geld sparen.

Gemeinderat Michael Dreher löste noch einmal eine Diskussion über Verhaltensregeln am Skatepark aus. Als früherer Lehrer wisse er, wie es auf Schulhöfen ausgesehen hat. "Kippen und Papier liegt rum." Das dürfe nicht einreißen.

Bürgermeister Werner Link denkt, dass es schon einigermaßen funktioniert. Aber es werde nicht ausbleiben, dass es auch mal vermüllt aussehe. Auch jetzt sei da oben schon einiges los. Amtsleiterin Wiedmann warf ein, dass die Jugendlichen Betreuung und Begleitung wünschten. Gemeinderätin Annemarie Haußer-Ulbricht wünschte sich eine Art Pflegepatenschaft der Jugendbetreuer. Der Schultes hielt das für illusorisch. "Da sind keine 50 Leute, die parat stehen. Aber wir könnens mal ansprechen." Joachim Hausch berichtete, dass es am Skatepark von Gruibingen nicht schlecht laufe.

Unterstützung bekommen die ehrenamtlichen Betreuer der Zeller Jugendinitiative, die sich seit Jahren für die Belange von Jugendlichen einsetzen, künftig von Profis. Der Gemeinderat gab grünes Licht für die Hinzuziehung von Sozialpädagogen der Bruderhausdiakonie in Deggingen. Die sind unter anderem bereits in Heiningen, Schlierbach und Dürnau im Einsatz. Zell will Fachpersonal für etwa 100 Stunden "einkaufen" - dasselbe Kontingent wie Heiningen. Annemarie Haußer-Ulbricht plädierte dafür, am Anfang mehr zu investieren, "bis es läuft." Aufgaben für den Start: Für den Skaterplatz müssen Regeln aufgestellt, Ansprechpartner und Schlichter festgelegt werden. Eine Vernetzung mit dem Jugendhaus soll hergestellt werden, verschiedene Aktionen können auf den Weg gebracht werden. Die Gemeindeverwaltung hofft, dass durch die professionelle Jugendbetreuung auch die Verunreinigungen und der Vandalismus um die Gemeindehalle abnimmt. "Tätigkeiten gibt es viele", sagt Bürgermeister Link.

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