Schwere Schäden im Jugendcafé

Ein Rohrbruch hat im Jugendcafé Moccalino in Jebenhausen schwere Schäden verursacht. Das mit viel Eigenleistung eingerichtete Café wurde unter anderem mit Spendengeld der "Guten Taten" finanziert.

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Auch eine Mitarbeiterin des Fernsehsenders "Filstalwelle" machte gestern Aufnahmen von den Schäden im Jugendcafé in Jebenhausen. Foto: Giacinto Carlucci

Gestern Nachmittag vor dem alten Gebäude an der Ortsdurchfahrt von Jebenhausen mit dem grünen "Moccalino"-Schriftzug: "Wegen Wasserrohrbruch geschlossen" verkündet ein Schild. Drinnen breiten sich die Reste der Gipsdecke über Fußboden und Einrichtung aus. Überall ist es feucht.

Entdeckt worden war das Malheur am Donnerstagnachmittag, als die Mitarbeiterin von Jebedaya Jugendprojekte in die gemieteten Räume kam. Sie schlug sofort Alarm, informierte andere Ehrenamtliche. Schließlich musste sogar die Feuerwehr anrücken, den Strom abstellen und eine Tür aufbrechen. Denn die Ursache des Unglücks, ein geplatztes Wasserrohr, war nicht zugänglich, die Mieterin der darüberliegenden Wohnung nicht zuhause.

Jetzt stehen die Jugendlichen und die engagierten Erwachsenen vor den Trümmern ihres Jugendcafés, das erst im November eröffnet worden war. "Es sind Tränen geflossen", beschreibt Hans Steimle, Vorsitzender von Jebedaya, die ersten Reaktionen. Zuvor hatten sie in monatelanger Arbeit das Café renoviert und eingerichtet. Unterstützt worden waren sie auch von den NWZ-Lesern, die im Rahmen der "Guten Taten" 6500 Euro für das soziale Vorhaben bereit gestellt hatten.

Im Jugendcafé haben die herunterstürzenden Gipsplatten nicht nur die professionelle Kaffeemaschine, sondern auch die selbstgebaute Theke, die elektronische Kasse, viele Gläser und Regale beschädigt oder zerstört. Ob die weiteren elektrischen Geräte wie Spülmaschine und Herd noch zu gebrauchen sind, muss sich erst noch zeigen. Keinen Überblick hatte Hans Steimle über den genauen Schaden, der aber an eine fünfstellige Summe heran reichen dürfte. Völlig offen ist auch, ob die Versicherung einen Teil des Schadens übernimmt

Das ausströmende Wasser hat in der darüber liegenden Wohnung die Küche ruiniert, bevor es über die Decke in das Erdgeschoss weitersickerte, wo das Moccalino liegt. Der Schaden selber liegt in der Steigleitung unterhalb der leer stehenden Dachgeschosswohnung, erklärt Steimle. "Wir haben die Wohnung während des strengen Frostes mit einem Radiator beheizt", versichert Steimle. "Für die Steigleitung hat das offenbar nicht gereicht".

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