Schulmöbel der Pestalozzi-Schule werden nach Rumänien transportiert

Die Pestalozzischule Göppingen unterstützt das Projekt "Hoffnung für eine neue Generation" in Rumänien. Gebrauchte Schulmöbel wurden per Konvoi auf den Balkan in die Stadt Lugoj versandt.

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Die Kinder der Pestalozzischule begeistern sich für das Hilfsprojekt: Eine rumänische Schule erhält ihre gebrauchten Möbel.  Foto: 

Vor den Sommerferien räumen viele Göppinger Schulen ihre Klassenzimmer aus. Dabei werden auch gebrauchte Möbel ausrangiert und ersetzt - manchmal sogar ganze Klassenzimmer. In zwei Schulen in Göppingen waren diesmal besonders viele Möbel übrig. Ganze Gebäudeteile der Pestalozzischule wurden für den Ganztagesbetrieb der benachbarten Albert-Schweitzer-Schule umgewidmet. Dort bekamen die neuen Gemeinschaftsschulklassen für die neuen Lernformen auch neue Möbel. Ausgemusterten Möbel landen im Normalfall im Müllheizkraftwerk.

An der Pestalozzischule wollten sich Schulleiter Max Böhringer und Konrektor Peter Bauer damit nicht abfinden und fanden in ihrem Schulchorleiter Gerald Buß einen ideal vernetzten Verbündeten. Beim Pausenkaffee entstand die Idee, einen Hilfskonvoi mit den gebrauchten Schulmöbeln nach Rumänien zu organisieren, denn dort gibt es Schulen mit Kindern aber ohne Möbel. Damit war die Sache auf den Weg gebracht, so eine Mitteilung. Bereits am nächsten Tag stand der 18 Meter lange Auflieger eines Sattelschleppers auf dem Hof der Pestalozzischule. Der Geschäftsführer der Autovermietung Staufen, Peter Sobottka, fuhr schon mehrfach im Rahmen von Hilfsaktionen nach Rumänien und kennt die Gegebenheiten. "Die haben nichts, gar nichts, Sie können alles einpacken. Alle Möbel, die übrig sind, alle Schulmaterialien, die Sie spenden können. Wenn ihr Kollegium spenden will, nehmen wir auch Kleidung, Decken, Schuhe mit."

Auf die Frage, woher das Engagement gerade für dieses Projekt kommt, berichtet Sobottka, dass hier die Hilfe wirklich ankommt. Die Organisation "Hoffnung für eine neue Generation", im Jahre 1991 von Friedel und Werner Kast in Rudersberg gegründet, hat es sich zur Aufgabe gemacht die notleidende Bevölkerung Rumäniens mit nachhaltiger Hilfe zu unterstützen. So wurden bereits 27 Kindergärten in Rumänien aufgebaut und eingerichtet. Besonders die Schulung und Ausbildung der Kindergärtnerinnen nach christlichen Wertvorstellungen steht im Fokus. Das ganze Jahr werden gebrauchte Kleidung, Hilfsgüter und Lebensmittel gesammelt und nach Rumänien gebracht. Der größte Transport findet jährlich vor Weihnachten statt. Besonders die Weihnachtspakete mit Spielsachen und Essen wurden von den Kindern sehnsüchtig erwartet.

Die Leitung der Pestalozzischule wollte das Projekt auch im Schuljahresendspurt unterstützen. Konrektor Bauer stellte sich ein Möbelpackerteam zusammen, das zwei Tage lang Tische, Stühle und Kartons trug. Ganze Wandtafeln wurden abmontiert, verstaubte Tageslichtprojektoren geprüft und verladen, sprachfreie Lernmaterialien verpackt und Spenden gesammelt.

Dass Spenden Freude bereitet, wurde sehr schnell am Interesse der Schüler deutlich. Marc wollte wissen, was mit den Möbeln passiert und warum die Schulen in Rumänien keine Möbel haben. Und Christina fragte, ob sich denn die weite Fahrt lohnt. Bei den Erwachsenen stieß die Aktion ebenfalls auf große Resonanz. Viele brachten Spendenkartons.

Am 18. August startet der Sonderhilfskonvoi mit den Möbeln für die Grundschule "Harul" in der rumänischen Stadt Lugoj. Vor einigen Wochen wurde dort ein Schulgebäude erworben, bis zum September sollen zehn Grundschulklassen eingerichtet werden. Der dortige Schulleiter sagte: "Außer dem Gebäude haben wir absolut nichts. Wir sind für alles sehr dankbar."

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