Schulleiter Albus hat Schüler geprägt

Mit einer Feier zum 90. Geburtstag ehrte das Göppinger Hohenstaufen-Gymnasium seinen ehemaligen Chef Franz Albus. Ehemalige Schüler, Kollegen und Freunde sagten "Danke schön".

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Das Göppinger Hohenstaufen-Gymnasium ehrte seinen ehemaligen Chef Franz Albus (links) zum 90. Geburtstag mit einer Matinee.  Foto: 

"Oh Herr, vergib ihnen, dass sie mich so loben, aber vergib auch mir, dass ich so viel Gefallen daran finde." Dieses Wort eines oberschwäbischen Pfarrers stellte der 90-jährige Jubilar Franz Albus an den Beginn seiner Dankesrede bei einer Matinee, die "seine Schule" ihm zu Ehren ausgerichtet hatte.

Zuvor sang die Sopranistin Jessica Eckhoff den Schlager "Danke schön, denn mit Ihnen war die Zeit so schön". Zusammen mit Alexander Eissele, Klarinette, Michael Hauser, Piano, Dieter Läßle, Kontrabass, und Michael Seeger am Schlagzeug hatten sie mit einem hochkarätigen Musikprogramm als Profimusiker - allesamt waren sie "HoGyler" - für erlesen Musisches und superben Stil im Programm gesorgt, über das sich Franz Albus riesig freute. Und die Grußworte hörten nicht auf, ihn zu beschreiben und ihm zu danken nach all den Jahren.

Alle Redner bezogen sich auf seinen Humor, auf seine fachliche Qualität, auf seine Geselligkeit, auf seine Schlagfertigkeit, aber auch auf seine Strenge und seine feine Menschlichkeit, von der viele Schüler im weiteren Leben geprägt worden seien und noch heute zehren könnten. "Er wertschätzte das Kind trotz durchschnittlicher Leistungen und war damit seiner Zeit weit voraus", beschrieb ihn seine ehemalige Schülerin Martina Vogl und gab ihm eine rote Rose zurück, die er ihr anlässlich einer Aufführung der damals legendären Dram-AG in der Stadthalle als Schülerin überreicht hatte.

Oberbürgermeister Guido Till sprach davon, dass Göppingens Reichtum die Bildung sei und Fachwissen allein nicht ausreiche. "Sie haben ein Stück lebendige Bildung verkörpert, und dafür danken wir Ihnen." Für den Förderverein beleuchtete Dr. Dieter Feil die gemeinsame Zeit im Förderverein und im Privaten, und er wies auf die im Juni erschienene kleine Biographie des Jubilars hin.

"Mit Franz Albus als spiritus rector waren wir 1983 die erste grüne Bewegung an der Schule und haben Aufgaben im kulturellen Bereich übernommen und finanziert, die der Schulträger und auch die Eltern nicht leisten konnten." Mit kleinen amüsanten Geschichten wie der "von den zehn Bollen Eis und den zehn Löffelchen" warf er einen verschmitzten Blick auf den hintergründigen Humor des Jubilars.

Auch ehemalige Kollegen beleuchteten in einer Hommage unter Dr. Gerd Kolter die hintersinnigen Seiten des Franz Albus. Manfred Pohl, ehemaliger Stellvertreter und heutiger Chef des WHG, hielt die Laudatio und überreichte dem Jubilar eine Staufer-Medaille. Er erinnerte an "die damals beste Schule in Mathematik mit Albus, Faulhaber und Eisenhardt", lobte die Aufbauarbeit von Albus ab 1975 von der "Verliererschule" in eine anerkannte und geschätzte Schule sowie das Engagement "als ehrlicher Makler" im Amt des Schulleiters. "Wenn die Schule das Heranreifen zu einer feinen Menschlichkeit begleiten kann, dann hat sie ihr Ziel erreicht."

Schulleiterin Martina Wetzel hatte zu Beginn Franz Albus für die Verbundenheit zur Schule einen großen Rosenstock für den Garten überreicht, und der Mensaverein der Schule unter Simone Späth hatte für eine exquisites Catering gesorgt.


Biographie: Franz Albus - Leben für die Schule, GP HOGY 90, Manuela Kinzel Verlag 2014, ISBN 978-3-95544-019-0, Preis: 10 Euro.

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