Schulhof öffne dich

"Frei(t)räume Freihof" heißt das Auftakt-Projekt der Stadt Göppingen: Kinder sollen mehr Bewegungsfreiheit bekommen. Schulhöfe könnten sich zu benachbarten Grünanlagen und Spielplätzen hin öffnen.

|
Frei(t)räume werden wahr: Zu dem ans Freihof-Schulgelände angrenzenden Spielplatz im Schlosswäldle sollen künftig auch Kinder des Gymnasiums leicht Zugang haben (linkes Bild). Der Hof des Freihof-Gymnasiums wird aufgewertet. Die Schüler sollen dabei mitreden dürfen (rechtes Bild). Fotos: Staufenpress

Bei einer Innenstadtschule wie dem Freihof-Gymnasium ist es um die Bewegungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen nicht immer zum Besten bestellt. Deshalb setzt die Stadt Göppingen nun auch auf Freiräume außerhalb des Schulgeländes. Im Falle des Freihof-Gymnasiums geht es um das angrenzende Schlosswäldle samt Spielplatz und den Dr.-Alfred-Schwab-Platz.

Die ersten Überlegungen, wie man das Konzept umsetzen kann, haben die Planer von der Stadt, Schulleitung und Sozialarbeiter schon entwickelt. Dennoch sollen die 800 Schüler des Gymnasiums selbst ein gehöriges Wort mitreden dürfen, wie die "Frei(t)räume" letztlich gestaltet werden. Gedacht ist an Ruhebereiche, Spiel- und Bewegungszonen. An der Schule wurde ein breiter Beteiligungsprozess in Gang gesetzt. Beispielsweise haben die Lehrer Fragebogen in den Klassen ausgegeben, die Kinder konnten Wünsche äußern. Ein Projektworkshop läuft noch.

Entschieden wird über das Freiraumkonzept diese Woche im Ausschuss für Umwelt- und Technik des Gemeinderats. Im Schulausschuss waren aber alle Lokalpolitiker schon voll des Lobes über die Pläne, die Ute Eisele, Freiraumplanerin im Amt für Umweltschutz und Grünordnung, vorstellte.

Die ersten Schritte des Projekts bestehen darin, den Schulhof zu öffnenen. Zwischen dem Neubau und dem Schlosswäldle erstreckt sich beispielsweise eine Steinmauer. Die hat zwar bereits einen Durchbruch, der ist aber mit einer Tür versperrt. Und das Gelände dorthin ist derzeit noch nahezu unpassierbar. Das soll sich ändern. Die Stadt will in diesem Jahr in einem ersten Schritt 70 000 Euro ausgeben, um eine terrassenartige Sitzstufenanlage als Zugang zu bauen. Außerem soll der Durchgang in das öffentliche Wegenetz einbezogen werden.

Der direkt neben der Mensa gelegene Dr.-Alfred-Schwab-Platz soll zum Ort des Treffens und der Kommunikation ausgebaut werden. Der Spielplatz im Schlosswäldle, der ohnehin bald erneuert werden müsste, wird vergrößert und neu gestaltet. Statt wie bisher Kinder zwischen sechs und 13 Jahren soll er dann auch ältere Jugendliche ansprechen. Selbst die große Wiese im Schlosswäldle dient der Schule künftig als Bewegungszone.

Nicht zuletzt soll auch der bestehende Schulhof aufgewertet werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dann auf Spiel- und Sportangeboten, die kurze intensive Spielmomente in den Pausen zulassen. Es soll aber auch Zonen für gemeinsames Lernen und den Austausch geben. In Zukunft werden weitere Schulen der Innenstadt solche Freiraumkonzepte aufstellen, erklärte Ute Eisele. An der Uhland-Grundschule beispielsweise werde es bald ein solches Projekt mit Schülerbeteiligung geben.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Prozess: IS-Sympathisant will Kalaschnikow kaufen

24-Jähriger will Sturmgewehr im Darknet kaufen und gerät an einen BKA-Beamten. Er hat Sympathien für Reichsbürger, den IS und die Black Jackets. weiter lesen