Schuler bricht weiter Rekorde

Schuler befindet sich weiter im Höhenflug: Beim Auftragseingang und beim Investitionsprogramm bricht der Pressenbauer Rekorde. Die Zahl der Beschäftigten steigt - weltweit und am Stammsitz in Göppingen.

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"Das sind Zahlen, die Schuler so noch nie gesehen hat." Den Satz, den Vorstandschef Stefan Klebert vor genau einem Jahr gesagt hatte, hätte er gestern bei der Bilanzpressekonferenz genau so wiederholen können: Der Göppinger Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik macht weiterhin mächtig Tempo und bricht erneut Rekorde. "Es läuft unverändert rund bei Schuler", brachte es Klebert auf den Punkt. Die Aktionäre können erstmals seit dem Geschäftsjahr 2004/2005 wieder mit einer Dividende rechnen. Vorstand und Aufsichtsrat der Schuler AG wollen der Hauptversammlung im April vorschlagen, 5,8 Millionen Euro auszuschütten.

Die aktuellen Zahlen sprechen Bände: Das börsennotierte Unternehmen verbuchte voraussichtlich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011/2012 einen Auftragseingang von rund 390 Millionen Euro. Die Bestellungen fielen somit höher aus als in den vergangenen drei Quartalen - ein gutes Polster, das nun abgearbeitet werden muss. Der Umsatz betrug in den ersten drei Monaten etwa 276 Millionen Euro (Vorjahr 178 Millionen) - eine Bestätigung der Jahresprognose, die von 15 Prozent Umsatzplus auf mindestens 1,1 Milliarden Euro ausgeht, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die vollständigen Quartalszahlen legt der Konzern Ende Februar vor.

Der Vorstandschef blickt also optimistisch in die Zukunft. Potenzial sieht er vor allem auf den Wachstumsmärkten in Asien und im Ausbau bestehender Geschäftsfelder. Bereits im vergangenen Jahr hatte Schuler angekündigt, den Fokus auf zehn Zielmärkte zu legen: Automobilhersteller und deren Zulieferer, Bahnindustrie, Luft- und Raumfahrt, Verteidigungsindustrie, Großrohre, Motoren- und Generatorenbau, Verpackungstechnik, Münzen, allgemeine Blechfertigung sowie Weiße Ware, das heißt elektrische Haushaltsgeräte. Diese Strategie soll weiterverfolgt werden, sagte gestern Konzernsprecher Ingo Schnaitmann auf Anfrage.

Zudem hat der Pressenbauer mit rund 50 Millionen Euro das größte Investitionspaket seit zehn Jahren geschnürt. Das Geld wird unter anderem in den Maschinenpark und die Informationstechnologie gesteckt. Auch der Standort Göppingen wird profitieren: Rund zehn Millionen Euro wird Schuler hier investieren. Etwa ein Drittel der Summe soll in den Ausbau der China-Aktivitäten fließen, kündigte Klebert an: "Wachstumsimpulse für unseren wichtigsten Absatzmarkt, die Automobilindustrie, erwarten wir weiter in Asien. Ein Drittel unseres Konzernumsatzes machen wir ja heute schon in dieser Region", erklärte der Vorstandsvorsitzende. Deshalb baue Schuler im nordchinesischen Dalian seine Montagekapazitäten aus und bearbeite künftig große Maschinenteile vor Ort. Am Standort Shanghai verstärkt das Unternehmen Vertrieb, Einkauf und Entwicklung und erweitert in zahlreichen Provinzen den Service - ein Bereich, der mittlerweile knapp ein Viertel des Konzernumsatzes ausmacht, teilt Schuler mit.

Nach einem sehr guten Geschäftsjahr 2010/2011 - der Auftragseingang erreichte mit 1,32 Milliarden Euro den höchsten Wert in der 170-jährigen Unternehmensgeschichte - setzt sich der positive Trend fort. Der Höhenflug spiegelt sich auch in der Personalentwicklung: Weltweit beschäftigte Schuler Ende September 5168 Mitarbeiter, dies entspricht einem Zuwachs von vier Prozent. Neue Stellen entstanden vor allem im Ausland: Hier stieg die Zahl der Beschäftigten um 11,5 Prozent auf 1147. Mit 4021 Mitarbeitern hat der Konzern aber unverändert in Deutschland die meisten Beschäftigten. Hier gibt es ein Plus um zwei Prozent, was etwa dem Zuwachs in Göppingen entspricht, wo derzeit 1205 Beschäftigte arbeiten.

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