Schulen brechen gemeinsam in die Zukunft auf

Es wäre, wenn es zustande kommt, die etwas andere "Gemeinschaftsschule". Eine Klasse der Uhland-Realschule soll im Rahmen eines Kooperationsprojekts an die Walther-Hensel-Schule ausgelagert werden.

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Neue und gemeinsame Wege wollen die Uhland-Realschule und die Walther-Hensel-Schule Göppingen beschreiten. Von einem Kooperationsmodell sollen Schüler beider Schularten profitieren. Ob es realisiert werden kann, hängt jetzt von den Eltern und den Lehrerkollegien ab.

Das Schulamt hat seine Zustimmung bereits gegeben, Annemarie Schewe und Klaus Bühler sind überzeugt davon, dass ihr jüngstes Kind etwas werden kann, von dem alle profitieren. Die Rektorin der Göppinger Uhland-Realschule und ihr Kollege von der Walther-Hensel-Schule arbeiten regelmäßig zusammen und streben jetzt "unabhängig von der aktuellen politischen Entwicklung" eine ungewöhnliche Kooperation an.

Im kommenden Schuljahr soll eine der fünften Klassen der Realschule an die Walther-Hensel-Schule ausgelagert werden und eng mit der fünften Klasse der Werkrealschule zusammen arbeiten. Lediglich die Kernfächer würden weiterhin getrennt nach Schulart von den Lehrkräften der jeweiligen Schulart unterrichtet werden, erklärt Klaus Bühler. Unterrichtsinhalte sollen aber stärker aufeinander abgestimmt werden und so "die Durchlässigkeit der Themen ermöglichen". Der Fachunterricht soll in abgestimmten Themenblöcken geöffnet werden. Weiter ausgebaut werden soll in beiden Schulen auch die Projektarbeit. "Auf der Basis einer gemeinsamen Eingangs- und Lernstandsdiagnostik können Schüler beider Schulen gezielt gefördert werden", erläutert Annemarie Schewe einen weiteren positiven Aspekt der Zusammenarbeit.

Die Vorteile liegen für beide auf der Hand. "Wir können schülerorientierte Lernformen umsetzen und das AG-Angebot beider Schulen nutzen". Den Schülern der Realschule stehen die Förderangebote der Werkrealschule zur Verfügung und Realschüler aus dem östlichen Stadtgebiet haben einen kürzeren Schulweg. Die Schüler der Walther-Hensel-Schule können - kommt die Kooperation zustande - dann auch zum Mittagessen in die Uhland-Realschule, das dort im Rahmen der Ganztagesbetreuung angeboten wird.

Hintergrund der Konzeption ist die neue Situation für Schulen. Mit dem Wegfall der Grundschulempfehlung ab dem kommenden Schuljahr rechnen die beiden Schulleiter mit einem Zulauf für die Realschulen und rückläufigen Anmeldezahlen für die Werkrealschule. Mit der Kooperation "wollen wir vernünftige pädagogische Angebote umsetzen und die Kapazitäten beider Schulen gut nutzen", sagen die Schulleiter. Die Kinder sollen von den positiven Aspekten beider Schularten profitieren.

In den kommenden Wochen wollen die beiden Schulleiter Werbung machen für ihr neues Konzept. Denn es kann nur realisiert werden, wenn es auf das Interesse der Eltern stößt und wenn die beiden Lehrerkollegien es mittragen. Darüber wird derzeit noch diskutiert.

Info www.urs-gp.de und

www.whs-goeppingen.de

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