Schulbustraining für Schüler

Auf dem Gelände der Firma Frank und Stöckle fand am Dienstag- und Mittwochvormittag ein Schulbustraining für Fünftklässler statt, bei dem das richtige Verhalten beim Busfahren vermittelt wurde.

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Mit Pylonen wird gezeigt, was passieren kann, wenn man nicht genügend Abstand zum Bus hält, während dieser in die Haltestelle einfährt. Neugierig schauen die Kinder zu, wie die Verkehrshütchen unter dem Bus verschwinden. Keiner der Fünftklässler hätte gedacht, dass man soviel Abstand halten muss. Foto: Staufenpress

Unter dem Motto "Dein Schulbus ist sicher" organisierte das Busunternehmen Frank und Stöckle in Zusammenarbeit mit der Polizei, der Kreisverkehrswacht und den jeweiligen Schulen zwei Vormittage, an denen insgesamt 320 Schüler lernen konnten, worauf sie beim Bus fahren achten müssen. Dieses Schulbustraining wurde 2001 das erste Mal vom Werner-Heisenberg-Gymnasium Göppingen veranstaltet.

Zusammen mit den Klassenlehrern wurden die Schüler um 8 Uhr an der jeweiligen Schule mit Bussen abgeholt und zum Busunternehmen nach Hattenhofen gebracht. Anfangs wurde mit einem Schaumstoff-Würfel die Situation nachgestellt, wenn Kinder plötzlich hinter dem Bus hervor rennen und das ankommende Auto nicht mehr bremsen kann. Bereits diese Vorführung weckte das gesamte Interesse aller Teilnehmer, da sie nicht erwartet hatten, dass der Würfel meterweit weg katapultiert wird.

Wenig später erklärten die Beamten der Polizei anschaulich an vier Trainingsstationen das richtige Verhalten. An jeder Station wurden die einzelnen Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, der Haldenberg-Realschule und der Schiller-Realschule miteinbezogen. Auch wenn diese Art von Unterricht abwechslungsreich ist, muss man die Aufmerksamkeit der Schüler wecken, denn sonst lässt die Konzentration nach und das Wissen kann nicht aufgenommen werden.

Jede Station wurde den Klassen 20 Minuten lang erklärt, wodurch genügend Zeit blieb, um das Theoretische auch in die Praxis umzusetzen. Gleich an der ersten Station zeigte sich, wie wissbegierig die 160 Kinder sind. Als probiert wurde, ob die Türen wirklich wieder aufgehen, wenn ein Kind zwischen ihnen steht, waren alle Feuer und Flamme. Jeder wollte einmal seinen Arm hinein halten und alle staunten, als klar wurde, dass die Sensoren wirklich funktionieren. Die Kinder merkten, dass die Busse mit hohen Sicherheitsstandards ausgestattet sind und einige meinten: "Das sind ja Luxusbusse."

Nach einer Stärkung in der Halle, die auch bestens zum Toben und Fangen geeignet ist, ging es weiter mit Station Nummer zwei, bei der Ein- und Aussteigen geübt wurde. Jedem wurde schnell klar, dass Drängeln nicht nur gefährlich, sondern auch sinnlos ist, denn es dauert umso länger, wenn sich an der Tür ein Knoten bildet.

An der dritten Station wurde den Kindern erklärt, was ein toter Winkel ist und warum dieser gerade bei einem 18 Meter langen Gelenkbus so gefährlich ist. An der letzten Station wurde in einem Bus gezeigt, wie die Sicherheit gewährleistet wird und Utensilien wie Nothammer und Haltegriffe im Detail erklärt.

Außerdem wurden allgemeine Informationen, die die Größe und das Füllvermögen des Busses betreffen, gegeben und die Schüler stellten zahlreiche Fragen.

Die Klasse 5b der Schiller-Realschule war begeistert von den Stationen und auch die Klassenlehrerin Miriam Bienia fand das Training toll: "Alles wurde anschaulich erklärt und gut organisiert." Die Schüler fanden besonders die stoppenden Türen und den Notfallhammer spannend und meinten, man lerne bei jeder Station etwas Neues dazu. Um die Informationen zu verankern, wurde den Schülern ein Quiz mitgegeben, bei dem sie ihr Wissen unter Beweis stellen konnten.

Manfred Frank, der Inhaber des Busunternehmens, ist begeistert von dieser Aktion und findet es gut, dass sich die Schulen so sehr engagieren.

Roland Blichmann, der seit zehn Jahren als Busfahrer tätig ist, findet den Vormittag gelungen, hält es aber für sinnvoll, wenn das Thema Busfahren zusätzlich in den einzelnen Schulen angesprochen wird, da sonst in einigen Wochen das geübte Verhalten nicht mehr angewendet wird. Er hofft, dass dadurch das Risiko verringert werden kann, das entsteht, wenn die Kinder nicht Acht geben.

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