Schüler aus vier Jahrzehnten erlebt

Alfred Schittenhelm hat in seiner 39-jährigen Tätigkeit als Lehrer und zum Teil als Konrektor der Zeller Grund- und Werkrealschule unzählige Schüler aufwachsen sehen.

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Alfred Schittenhelm war 39 Jahre lang in der Schule in Zell. Foto: Uldrian

Während der vergangenen 25 Jahre gestaltete Alfred Schittenhelm als Konrektor vielfältige Projekte und pädagogische Richtungen mit. "Ich gehe tatsächlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge", gesteht er. Am Dienstag war sein letzter Schultag - kein einfacher Schritt nach bald vier Jahrzehnten als Lehrer. Der 64-Jährige ist einer, der seinen Beruf mit Leidenschaft lebt, für den er sich immer wieder neu begeistern konnte - der Berufung ist. "Nach fast 40 Jahren werde ich mich neuen Dingen zuwenden, jetzt setze ich andere Schwerpunkte.

Und wie diese aussehen werden, davon hat Alfred Schittenhelm schon genaue Vorstellungen: Er möchte seine beiden in Ost- und Norddeutschland lebenden Kinder und die drei Enkel häufiger besuchen als bisher, auf seiner Baumwiese möchte er die Bäume endlich einmal richtig schneiden, seinem Hobby Bogenschießen frönen und bei guter Gesundheit mit seiner Frau viel wandern und Rad fahren gehen. Außerdem freut sich der Zeller aufs Reisen außerhalb der Hochsaison, mit Vietnam steht das baldige Reiseziel bereits fest. So erfreulich diese Pläne sind, so sicher ist sich Schittenhelm, dass ihm seine Schüler fehlen werden. "Manche Klassen sind ein Traum, offene Schüler machen einem viel Freude am Unterrichten, sagt er und verschweigt nicht, dass es auch andere Kinder und Jugendliche gibt.

Als er 1972 als Junglehrer an die Zeller Schule kam, empfand er das Hineinfinden in seine Arbeit als sehr anstrengend, zum vollen Lehrauftrag mussten Berichte geschrieben und Unterrichtsstunden vorbereitet werden.

"Wir versuchten immer, die Dinge auf den Weg zu bringen, Sozialverhalten und Teamgeist zu fördern, beschreibt Alfred Schittenhelm seine Zusammenarbeit mit dem früheren Rektor Bernd Merkle, dem jetzigen Rektor Martin Habig und dem Kollegium. Der Pädagoge sieht die Schule handlungsorientiert, sie müsse "über Lesen und Schreiben hinaus das Leben vermitteln". Dies gelang in verschiedenen Sozialprojekten ebenso wie über ein Most-, Kartoffel- oder Streuobstwiesenprojekt.

Schittenhelm war in der Lehrerfortbildung tätig, gestaltete die "Handreichungen für den Unterricht" in den Fächern Mathematik und Chemie mit und war an der Einführung der Projektprüfungen der Neuntklässler beteiligt. "Wenn ich noch einmal entscheiden müsste, würde ich den selben Weg einschlagen, sagt Alfred Schittenhelm ohne zu zögern und mit viel Überzeugung in der Stimme.

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