Schnuppern wieder möglich

Die Stadt Göppingen startet dieses Jahr zum dritten Mal das Projekt "Schnuppermitgliedschaft in Sport- und Kulturvereinen Göppingen". Der Eintritt in den Wunschverein wird damit noch leichter gemacht.

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Die Anmeldungen für eine Schnuppermitgliedschaft sind ab sofort bei den Göppinger Vereinen erhältlich. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können bis zu einem Jahr lang das Angebot der Stadt wahrnehmen.  Foto: 

Die Schnuppermitgliedschaft in Sport- und Kulturvereinen der Stadt Göppingen startet dieses Jahr in die dritte Runde. Pro Kind wird jeweils eine neue Mitgliedschaft von der Stadt Göppingen finanziert. Somit haben die Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren die Möglichkeit, bei einem eingetragenen Sport- oder Kulturverein, der seinen Sitz in Göppingen hat, ein Jahr lang kostenlos mitzumachen. Die Stadt will mit dem Projekt nicht nur die Vereine bei ihrer Nachwuchsförderung unterstützen, sondern gleichzeitig die Eltern von den Mitgliedsbeiträgen entlasten.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt erstmals im Jahr 2000. Sieben Sportvereine meldeten damals der Stadt Göppingen insgesamt 218 Jungen und Mädchen, die den Service nutzten. Die Stadt kostete das Projekt 10 000 Mark. Doch das Projekt hatte sich gelohnt: Auch nach dem Schnupperjahr blieben damals 169 Kinder den Vereinen weiterhin treu. Das Angebot für die Sportvereine wurde im Jahr 2003 wiederholt. Die Stadt investierte diesmal 20 000 Euro in das Projekt.

Ein erneuter Haushaltsantrag im Jahr 2008 mündete in einer sozialorientierten Sportvereins-Mitgliedsförderung, welche dann durch das Bildungs- und Teilhabepaket und die dort vorhandenen Mitgliedsbeitragsförderung abgelöst wurde.

Bei den Haushaltsberatungen im Dezember stellte die CDU dann erneut einen Antrag zur Wiedereinführung der "Schnuppermitgliedschaft". Die Verwaltung vertrat zwar die Ansicht, dass eine Auswertung des Projekts im Jahr 2002 "keine zufriedenstellenden Ergebnisse erbracht" habe und favorisierte zunächst eine reine Unterstützung von Kinderturn-Angeboten, die CDU setzte sich aber schließlich durch. Nun wird das Projekt dieses Jahr nach zwölf Jahren wieder aufgegriffen.

Klaus Fischer, CDU-Stadtrat und Vorsitzender des Tennisclub Faurndau, freut sich besonders darüber: "Der Tennissport hat rücklaufende Zahlen. Durch das Schnupperprojekt kommen vielleicht wieder mehr Kinder und Jugendliche zu uns, um mal etwas Neues auszuprobieren." Ein Infoabend ist für Tennisbegeisterte bereits für den 25. April geplant.

Doch wie funktioniert das mit dem Schnupperjahr eigentlich? Die Vereine halten Anmeldebögen bereit, die von den Kindern oder Jugendlichen ausgefüllt werden. Wenn der Verein den Bogen zurückbekommen hat, muss sich der Antragsteller um nichts mehr kümmern. Der Beitrag wird von der Stadt direkt an den Verein überwiesen - also ganz einfach für die neuen Mitglieder. Eine maximale Anmeldezahl gibt es laut Ulrich Drechsel, Fachbereichsleiter für Schule, Sport und Soziales, nicht: "Es steht genug Geld bereit. Jetzt warten wir auf die Anmeldungen."

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