Schausteller Markus Jost: „Mein Herz hat schon immer für die Kirmes geschlagen“ (11)

Schausteller Markus Jost (50) erfreut mit seinem Kinder-Karussell schon seit mindestens dreizehn Jahren die jüngsten Kirmesbesucher beim Göppinger Maientag.

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    Der 50-jährige Markus Jost freut sich, wenn die Kinder auf seinem Karussell lachen. Foto: 
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    Der 50-jährige Markus Jost freut sich, wenn die Kinder auf seinem Karussell lachen. Foto: 
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„Wenn ich sehe, wie sich die Kinder freuen, weiß ich, ich habe alles richtig gemacht,“ schwärmt Markus Jost vom Schausteller-Beruf. Mit dem kleinen Karussell, das mit seinen blinkenden Lichtern und bunten Autos und Tieren die jüngsten Kirmesbesucher glücklich macht, ist der 50-Jährige nunmehr seit mindestens dreizehn Jahren beim Göppinger Maientag vertreten. „Das Karussell ist was für die Kinder, die zum ersten Mal fahren. Bis sieben Jahre eigentlich“, meint Jost und fügt dann hinzu, „aber jedes Kind darf mitfahren, solange es ihm Spaß macht.“

Dem Schausteller selbst jedenfalls macht es Spaß: „Wir wollen Freude an die Kinder und Leute geben, darum machen wir das.“ Seit Generationen ist seine Familie im Geschäft, der Großvater betrieb ein Kinderkarussell, der Vater Riesenräder. Auch Göppingen und der Maientag sind Jost seit seiner Kindheit bekannt. „Mit dem Riesenrad von meinem Vater waren wir in den Achtziger-, Neunzigerjahren dabei. Ich meine sogar, ich bin hier einmal zur Schule gegangen“, erinnert sich der Schausteller. Natürlich habe er auch einen Beruf gelernt – eine Ausbildung zum KFZ-Schlosser bei Porsche hat er gemacht. Damals habe ihm das gut gefallen mit den schnellen Autos und allem Drumherum. „Aber ich denke mein Herz hat dann doch für die Kirmes geschlagen.“ Seither tourt er als Schausteller durch Baden-Württemberg und Bayern.

Sein eigener Sohn besucht für die Zeit des Maientags die neunte Klasse einer Göppinger Realschule. Und das ist Jost wichtig. „Wenn er einmal einen anderen Beruf machen will, kann er das tun.“ Heutzutage müsse man flexibel sein, meint der 50-Jährige. Man könne nie wissen, ob man den erlernten Beruf später weitermacht. Er glaube aber nicht, dass sein Sprössling aus der Familientradition ausbrechen wird.

Neben dem Kinderkarussell, bei dem Jost an der Kasse sitzt, betreibt seine Frau die „Ballon Gaudi“. Ein Stand, bei dem mit Pfeilen auf Ballons geschossen wird. Der sei ganz neu, erst vergangenens Jahr angeschafft worden. „Er leuchtet heller, ist größer und bunter als der alte. Das braucht man heute, es soll den Besuchern ja gefallen.“ Viele Leute seien verwöhnt von großen Festen.

Über Göppingen hat Jost nur positives zu sagen. Während der Festzeit lebt er mit seiner Familie im Wohnwagen, der mitten im Park bei der EWS-Arena steht. „Wir sind gerne hier. So ein schönes Ambiente wie mit dem Park hat man selten. Der Maientag ist eine ganz besondere Veranstaltung, das muss man auch mal loben.“ Abgesehen davon seien die Menschen sehr nett. Seine Familie habe mittlerweile einige Bekanntschaften geschlossen und Freunde gefunden. „Ich fühle mich hier heimisch“, erklärt Jost.

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