Schanze in Degenfeld wird teurer

Der Rohbau der neuen 75-Meter-Mattenschanze in Degenfeld ist fertig. Jetzt wurde Richtfest gefeiert, Olympiasiegerin Carina Vogt war auch dabei. Im Juni 2015 soll der erste Wettkampf stattfinden.

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    Carina Vogt und SSV-Vizepräsident Günter Schempp vor dem Neubau (hinten links). Foto: 
  • 1200 Kubikmeter Beton, 110 Tonnen Baustahl: SCD-Vorstandsmitglied Frank Ziegler ist Bauleiter an der Schanze. 2/2
    1200 Kubikmeter Beton, 110 Tonnen Baustahl: SCD-Vorstandsmitglied Frank Ziegler ist Bauleiter an der Schanze. Foto: 
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Die Skisprung-Schanze in Degenfeld ist ein gewaltiges Bauwerk. 1200 Kubikmeter Beton, rund 200 Lkw-Ladungen, sind verarbeitet worden, rund 110 Tonnen Baustahl stecken unter der Betondecke. 1,3 Millionen Euro sollte der Schanzenneubau ursprünglich kosten. Doch dann war die Geologie anders, als es erste Untersuchungen erwarten ließen: Der Baugrund war bis in größere Tiefen nicht steinig, sondern weich und instabil. Tiefere Fundamente als geplant waren nötig, die Mehrkosten liegen bei rund 280.000 Euro. Über diese Fakten soll der Gmünder Gemeinderat am heutigen Mittwoch beraten. Der Plan ist, dass die Mehrkosten unter vier Hauptgeldgebern aufgeteilt werden sollen.

Sportbürgermeister Joachim Bläse bezifferte den Anteil der Stadt Gmünd bei seiner Richtfest-Ansprache: "Ich hoffe, dass der Gemeinderat beschließt, 75.000 Euro nachzufinanzieren." Jörg Schwenk vom Landessportverband Baden-Württemberg fügte hinzu: "Man kann ja die angefangene Baustelle nicht unfinanziert liegenlassen."

In den kommenden Wochen werden Mitglieder des SC Degenfeld (SCD) mit dem Einbau der Mattenelemente beginnen - die liegen schon bereit. Im Juni 2015 könnte die Schanze mit einem offenen Springen in Betrieb genommen werden, hofft Günter Schempp, der Vizepräsident des Schwäbischen Skiverbands (SSV). Schempp erinnerte daran, dass die Basis des Projekts die Arbeit und die Erfolge des SC Degenfeld sind. "So ein kleiner Ort, doch was der SC hier leistet, das ist schon phänomenal." Frank Ziegler, Vorstandsmitglied des SC Degenfeld, erinnerte an den Start von Jan Mayländer bei der Vierschanzentournee, an die Teilnahme von Dominik Mayländer und Anna Rupprecht bei Junioren-Weltmeisterschaften. Die erfolgreichste Skispringerin des Vereins war persönlich beim Richtfest: Olympiasiegerin Carina Vogt. Sportbürgermeister Bläse setzt auf ihre Vorbildfunktion: "Es ist eine einmalige Chance, mit so einem Aushängeschild an die Schulen zu gehen."

Ähnlich sieht Bläse auch das neue Bauwerk, das sich mit den bestehenden zwei Schanzen zu einer kompletten Schanzenanlage fügt: "Das ist eine Sportstätte, die den Stadtteil Degenfeld prägt." Degenfeld wird mit der Schanze als "Bundesstützpunkt Nachwuchs" eingeordnet, eine Stufe unter dem Niveau der Leistungszentren.
 


Zehn Jahre Planung - Kosten von mehr als 1,5 Millionen Euro

Mehrkosten Vier Partner, die an der Finanzierung beteiligt sind (ursprünglich: 1,3 Millionen Euro) sollen sich, so der Plan, auch die Mehrkosten von 280.000 Euro teilen: der Württembergische Landessportbund (Anteil der Mehrkosten: 75.000 Euro), der Landesausschuss Leistungssport (75.000), der SC Degenfeld (55.000) sowie die Stadt Schwäbisch Gmünd (75.000).

Planungs- und Bauzeit 2003 gab es einen ersten vereinsinternen Entwurf, die inzwischen verstorbenen Alfred Kraus und Kurt Aubele trieben das Projekt voran. Im April 2013 war Baubeginn, im Sommer 2015 soll die Schanze fertig sein.

Carina-tauglich Seit fünf Jahren ist Carina Vogt nicht mehr in Degenfeld gesprungen. Die neue K75-Schanze schafft auch der Olympiasiegerin neue Möglichkeiten: "Dann könnte ich wieder hier trainieren."

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