Sanierungsnot im Hundehaus

Das Hundehaus im Tierheim Göppingen ist stark sanierungsbedürftig. Doch dem Tierschutzverein fehlt das Geld. Nun hofft Vorsitzender Neubrand auf viele Spender und die Unterstützung der Kommunen.

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Vor dem sanierungsbedürftigen Hundehaus (v. l.): Angelika Stark mit Hund Balu, Eberhard Neubrand und Architekt Dieter Grimm.  Foto: 

Das Gebäude für bis zu 50 Hunde im Göppinger Tierheim "Ulrich Schol" ist stark sanierungsbedürftig. In den vergangenen 50 Jahren konnten nur die nötigsten Reparaturen bewältigt werden - mittlerweile sind Türen teilweise durchgerostet und es gibt keinerlei Wärmedämmung oder Lärmschutz für die Hunde in dem Haus. Auch das Dach aus asbesthaltigen Zementfaserplatten gehört dringend erneuert. "Das Gebäude ist in diesem Zustand weder tragbar noch zeitgemäß - nicht für die Hunde und auch nicht für die Mitarbeiter. "Es herrscht eine große Not im Hundehaus", erklärt Eberhard Neubrand, Vorsitzender des Göppinger Tierschutzvereins - dem Träger des Tierheims.

Zwar gibt es erste Überlegungen für eine Sanierung des Hundehauses, doch dafür fehlt es vor allem am Geld. Mit etwa 350.000 Euro Kosten rechnet Neubrand. "Derzeit brauchen wir allein knapp 300.000 Euro pro Jahr für den laufenden Betrieb des Tierheims und haben schon jetzt Riesenprobleme, dieses Geld aufzubringen." Bei einer Sanierung müssten neben dem Land Baden-Württemberg auch die Kommunen im Kreis und der Tierschutzverein jeweils ein Drittel der Kosten tragen. Neubrand denkt dabei an eine ähnliche Finanzierungslösung wie beim Neubau des Katzenhauses im vergangenen Jahr.

Doch der Tierschutzverein kann seinen Anteil für eine Sanierung nur über Spendengelder finanzieren. "Wir rufen alle Tierfreunde auf, uns zu unterstützen. Ohne Hilfe schaffen wir es nicht", ist sich der Tierschutzvereins-Vorsitzende sicher. Und auch die Kommunen im Kreis Göppingen, die einen Großteil der Hundesteuern kassieren, müssten sich am Projekt beteiligen.

Eberhard Neubrand sieht sie bei der Sanierung des Hundehauses ganz klar in der Pflicht. "Die Gemeinden sind verpflichtet, Fundtiere angemessen unterzubringen und geben die herrenlosen Tiere zur Unterbringung an uns weiter. Drei Tierschutzvereine im Kreis erhalten dafür aber nur zehn Prozent der Hundesteuern", erklärt Neubrand. Spätestens Mitte 2014 will der Verein dann mit der Sanierung beginnen, um schnellstmöglich eine bessere Situation für die Hunde zu schaffen. Mehr Infos: www.tierheim-goeppingen.de

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