Sandvik versetzt Berge

Der weltweit tätige schwedische Konzern Sandvik erweitert am Standort Ursenwang. Gestern war Spatenstich für den neuen Gebäudekomplex der Zweigniederlassung.

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Freuen sich bereits auf den Neubau-Komplex im Gewerbegebiet in der Ursenwanger Daimlerstraße: Manager Matthias Kleinhans, der Repräsentant von Sandvik Deutschland Manfred Herder und Klaus Nickl von Stahlbau Nägele. (v.l.).  Foto: 

Vor neun Monaten haben sich der weltweit tätige Konzern Sandvik aus Schweden und der schwäbische Mittelständler TPS ("TechnoPartner Samtronic") zusammengeschlossen. Nun stand ein freudiges Ereignis an: Die Zweigniederlassung des auf dem Composite- und Bodenbelagsmarkt tätigen Unternehmens in Ursenwang bekommt einen neuen Gebäudekomplex. Im Gewerbegebiet in der Ursenwanger Daimlerstraße entsteht derzeit ein Komplex mit modernem Verwaltungsgebäude, einem Testcenter sowie einer Montagehalle. Für die Erweiterung der Zweigstelle des Konzerns Sandvik mussten Berge versetzt werden. Denn die Topographie des Geländes an der Daimlerstraße ist nicht eben einfach und eben.

Der Göppinger Sandvik- Geschäftsführer Matthias Kleinhans und Oberbürgermeister Guido Till lobten den unternehmerischen Mut, der zu diesem Neubau aufgebracht worden sei. "Es gehört Mut dazu, Berge zu versetzen", sagte Till beim Spatenstich. Das Stadtoberhaupt dankte für das klare Bekenntnis zum Standort Göppingen und versprach alles dafür zu tun "dass Sie gerne hier sind und wir als Stadt auch für die Mitarbeiter attraktiv bleiben". Der Notartermin zum Verkauf des Grundstücks hat erst zwei Tage vor dem Spatenstich stattgefunden, also bereits nachdem das Bewegen erheblicher Erdmassen bereits erfolgt war. Der Konzern wertet dies als Indiz für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Welche Bedeutung der Entscheidung des schwedischen Weltkonzerns für eine Erweiterung am Standort Ursenwang beigemessen wird, wurde auch daran deutlich, dass die Göppinger Stadtverwaltung alles aufgeboten hatte, was Rang und Namen hat. Neben Oberbürgermeister Guido Till waren auch Baubürgermeister Helmut Renftle und Wirtschaftsförderin Christine Kumpf gekommen. Die Businesspark Göppingen GmbH war beim Spatenstich durch ihren Geschäftsführer Martin Maier vertreten. Der Repräsentant von Sandvik Deutschland, Manfred Herder, sieht den Zusammenschluss und nunmehr erfolgenden Bau als bestes Beispiel dafür, wie "fruchtbar die Kooperation zwischen einem großen Konzern mit weltweit rund 47 000 Mitarbeitern und einem kreativen Mittelständler" sein kann. Gerade im deutschen Südwesten, dem "Mutterland der Tüftler" sei ein solcher "Raum für Innovationen und Ideen", wie er derzeit in Ursenwang entsteht, am richtigen Platz.

Für Sandvik hat der Standort in jeder Hinsicht Zukunft. Einer erneuten Erweiterung stünde in ein paar Jahren nichts im Wege. Seitens der Stadt Göppingen wurde bereits die Kaufoption für ein angrenzendes Grundstück erteilt. Einer der Gründer von TPS, Bernhard Voith, sieht mit dem Bau sein Lebenswerk auf ein neues Fundament gestellt. Er ist heute Mitglied des von Matthias Kleinhans geführten vierköpfigen "Management-Teams" der Sandvik-Zweigniederlassung in Ursenwang und Bauherr des nun entstehenden Gebäudes. Als großen Vorteil betrachtet er die dann erfolgende Konzentration an einem Standort nachdem TPS bislang noch auf eine Montagehalle in Süßen, das Werk in Göppingen und über einen externen Dienstleister auf Mühlhausen verteilt ist.

Generalunternehmer ist die Eislinger Firma Stahlbau Nägele. Die Fertigstellung ist für Anfang 2015 geplant. Über die Kosten möchte der Bauherr keine Auskunft geben.

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