Sammelplatz versinkt im Müll

Der Altglascontainerplatz am Waldecksee in Jebenhausen ist voller Abfälle, beklagt sich ein Anwohner. Er fordert, dass dort gereinigt wird. Zuständig für die Plätze ist die ETG, die damit eine Firma beauftragt hat.

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Den Sammelplatz für Altglas in Jebenhausen missbrauchen einige Zeitgenossen als Müllplatz. Ein Anwohner ärgert sich über den schlimmen Zustand und fordert, dass dort häufiger gereinigt wird.  Foto: 

Pet-Flaschen, Plastiktüten und Kartonagen sind ganz sicher kein Altglas. Dennoch sind solche Wertstoffe, die in ganz andere Behälter gehören, in Massen auf dem Altglascontainerplatz in Jebenhausen zu finden. Auf dem Platz können neben dem Altglas auch Kleidung und Schuhe entsorgt werden. Dabei bleibt es aber nicht. Derzeit stehen dort Kanister, die scheinbar Altöl enthalten.

Siegfried Diesch, der in Jebenhausen lebt, empfindet die Entsorgung von normalem Müll und der Kanister an dem Altglas-Platz als "eine Sauerei". Er hat sich deshalb bereits an den Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises gewandt, um sich über die Verhältnisse zu beschweren, berichtet Diesch.

"Bürger zahlen Müllgebühren und da kann man erwarten, dass man sein Altglas auch ohne Probleme wegbringen kann", empört er sich. Denn neben den Abfällen rund um die Container liege auch viel Schlamm, durch den man beim Entsorgen notgedrungen laufen müsse.

Der AWB kann "da aber nichts machen", sagt Geschäftsführer Eberhard Stähle. Für die Leerungen und die Pflege am Platz sei ausschließlich die ETG verantwortlich. Dies bestätigt auch Brigitte Schmidt, stellvertretende Betriebsleiterin beim AWB.

Bernhard Lehle, Betriebsleiter der ETG, sieht die Situation als ein "bisschen vertrackt" an. Die ETG sei zuständig für die Glas-Sammelbehälter im ganzen Landkreis, aber nicht für die Pflege der Plätze im kompletten Kreis. Die Firma leere einmal in der Woche die Glascontainer und an den zu reinigenden Plätzen werde ebenfalls jede Woche sauber gemacht.

Da die Reinigung von der ETG nicht selber vorgenommen wird, werde die Arbeit sporadisch überprüft, sagt Lehle. Doch er weiß auch, dass die Situation an den Altglassammelplätzen unterschiedlich ist: "Je abgelegener die Standorte sind, desto dreckiger sind sie." An etwas abgelegenen Plätzen - wie in Jebenhausen - sei es relativ einfach, anonym Abfall zu entsorgen. Das sei an zentral gelegenen Standorten anders. Dort gebe es viele Anwohner, die die Entsorgung des Mülls beobachten würden. Damit sei die Gefahr, entdeckt zu werden, größer und die Plätze seien somit weniger verschmutzt, sagt Lehle.

Siegfried Diesch erwartet nun, dass der Sammelplatz in Jebenhausen bis zum Wochenende gereinigt wird. Falls der Platz allerdings in ähnlicher Verfassung bleibe, will Diesch sich an Oberbürgermeister Guido Till wenden, obwohl "die Stadt seit einiger Zeit nicht mehr dafür zuständig ist", betont Dejan Mrkaja, von der Stadtverwaltung.

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