Rund 100 Schüler tanzen Flashmob gegen Mobbing

Schüler aus zehn Schulen im Landkreis und Schulsozialarbeiter haben am Mittwoch mit einem Flashmob auf dem Göppinger Marktplatz auf das Problem Mobbing aufmerksam gemacht.

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Alles geht blitzschnell. Von allen Seiten strömen junge Menschen auf den Göppinger Marktplatz, dazu rhythmisches Trommeln. "Mobbing, we will stop you", skandieren rund 100 Schüler zu einer einstudierten Choreographie. Keine drei Minuten später ist der Spuk vorbei und in der Stadtmitte geht alles wieder seinen Gang.

Flashmob werden solche Ereignisse genannt, bei der sich Menschen scheinbar spontan auf öffentlichen Plätzen versammeln und mit ungewöhnlichem Tun Aufmerksamkeit erregen. Den im Landkreis tätigen Schulsozialarbeitern erschien eine solche Aktion geeignet, um auf ein Problem aufmerksam zu machen, mit dem sie bei ihrer Arbeit tagtäglich konfrontiert werden. "Mobbing beschäftigt uns allesamt jeden Tag", sagt Schulsozialarbeiterin Verena Scholz.

Rund 100 Schüler aus zehn Schulen im Landkreis konnten die Sozialpädagogen für ihre Aktion mobilisieren. Fast jeder werde im Laufe seiner Schulzeit einmal mit dem Thema Mobbing konfrontiert, sagt Sozialarbeiterin Marina Frese. Ob als Opfer, aktiver Beteiligter oder Beobachter. Gerade letztere haben die Sozialarbeiter jene im Blick, die aus verschiedenen Gründen dem Piesacken anderer nichts entgegensetze. "Wir wollen die schweigende Mehrheit aktivieren", sagt Frese. "Hinsehen statt wegschauen", es gehe darum, das Ungleichgewicht der Kräfte zu verschieben und sich hinter die zu stellen, die von anderen gemobbt werden.

Mit ihrer Aktion in der Fußgängerzone wollten die Sozialarbeiter das Thema Mobbing aus der Tabuzone holen. Der Auftritt habe sich weniger an die Adresse der Passanten gerichtet, erklärt Marina Frese. "Wir wollten die Anonymität aufheben und als Schulen zeigen, dass wir eine gemeinsame Haltung haben." Meist seien es die Opfer selbst, die das Thema unter der Decke hielten, "oft aus Scham", sagt Verena Scholz. Ihnen wolle man bewusst machen, dass sie nicht allein seien und dazu animieren, ihr Schweigen zu brechen. "Das ist ein Riesenschritt", sagt Scholz.

Der Auftritt auf dem Marktplatz sei als gemeinschaftsstärkendes Element gedacht gewesen. Gemeinsam haben die Schüler, zum Teil mit den Tanz-AGs an den Schulen einen Tanz dazu entwickelt und einstudiert.
 



Ausgrenzen, beleidigen, piesacken

Flashmob: Ein Flashmob bezeichnet eine recht junge Form der Zusammenkunft, bei der scheinbar spontan unbekannte Personen gemeinsam etwas Ungewöhnliches auf öffentlichen Plätzen tun. Üblicherweise wird im Internet oder per Handy zu den Aktionen aufgerufen, die Zuschauer wissen nichts davon und wundern sich über das Ereignis.

Mobbing: Der Begriff Mobbing stammt aus dem Englischen und bedeutet anpöbeln, fertigmachen. Mobbing ist eine Form offener und/oder subtiler Gewalt gegen Personen über längere Zeit mit dem Ziel der sozialen Ausgrenzung. Es kann sich dabei um verbale und/oder physische Gewalt handeln. Experten sehen auch anonyme Beleidigungen via Internet oder Mobiltelefon als zunehmendes Problem.

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