Ringen um Boehringer-Areal

Der Vorsitzende des Technikforums, Christopher Goelz, hat Konzepte zur Entwicklung des Boehringer-Areals vorgestellt. Der Ruf nach Bürgerbeteiligung wird lauter.

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Wohin geht die Entwicklung des Boehringer-Areals? Das Tauziehen geht weiter.  Foto: 

Der Vorsitzende des Technikforums, Christopher Goelz, stellte bei der gut besuchten Veranstaltung der SPD-Gemeinderatsfraktion „Politik im Dialog“ im Rathaus zum Thema „Entwicklung des Boehringer-Areals“ Ideen und Konzepte des Vereins vor, auch zur künftigen Nutzung der „Alten Gießerei“.

Nach Vorstellung des Technikforums sollte diese Halle mit ihrem ganz besonderen Charme als eine Kombination aus Industrie-Museum, Handwerksgasse und „Marktplatz“ genutzt werden, um der über das Filstal hinaus bekannten historischen Maschinensammlung sowie dem heute zumeist nicht mehr ausgeübten alten Handwerk einen entsprechenden Raum zu geben. Alte Berufe wie Schmied, Puppenmacher, Uhrenmacher, Parfümeur, Sattler, Kaffeeröster, Weber oder Töpfer hätten hier ein perfektes Umfeld für die Produktion und Vermarktung ihrer Produkte.

Erste Gespräche hätten bereits stattgefunden, feste Zusagen gäbe es aber beim aktuellen Stand der Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Boehringer-Areals noch nicht, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion. Der Verein habe aber bereits im Vorfeld Geld beispielsweise in die Illustration ihres Konzeptes investiert.

In der angeregten Diskussion erinnerte der Vorsitzende des Stadtverbands Kultur, Gerald Buß, daran, dass die „Alte Gießerei“ auch für kulturelle Events wie Konzerte sehr gut geeignet sei und bat darum, dies bei der Entwicklung des Nutzungskonzeptes nicht aus den Augen zu verlieren.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Armin Roos bemängelte, dass die Verwaltung sich entgegen dem Haushaltsantrag der SPD im Jahr 2017 noch nicht ernsthaft mit dem Konzept des Technikforums auseinander gesetzt habe. Wichtig sei zwar die Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem Gelände sowie die Refinanzierung des von der Businesspark GmbH (einer großteils städtischen Gesellschaft) beim Kauf des Boehringer-Areals investierten Geldes, „es darf aber nicht die Chance verbaut werden, der industriellen Historie des Filstals eine entsprechende ,Heimat’ zu geben, das ist man den nachfolgenden Generationen schuldig“, fordert die SPD. Auch sollte man die Chance, hier ein kulturelles Highlight und eine Attraktion für Göppingen zu schaffen, nicht ungenutzt vorüberziehen lassen, denn das Areal könnte auch von der Märklinwelt auf der anderen Straßenseite profitieren.

Einig waren sich alle Redner, dass eine Bürgerbeteiligung zum jetzigen Zeitpunkt nötig ist – „nicht irgendwann einmal später, wenn alle Pläne von Verwaltungsseite schon „festgezurrt“ sind“. Wichtig sei, dass alle Beteiligten, also auch das Technikforum, schnellstmöglich in die Gespräche eingebunden werden, fordert Armin Roos.

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