Rekord bei "Guten Taten"

Für die NWZ-Aktion "Gute Taten" haben die Leser erstmals mehr als 200 000 Euro gespendet. Nach dem Kassensturz bestätigte sich gestern der neue Spendenrekord der Aktion.

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Die Spenden der NWZ-Leser helfen 23 Sozialprojekten im Landkreis: zum Beispiel der Palliativstation an der Klinik am Eichert (oben links), dem DRK (oben rechts), dem Bau des Hospizhauses in Faurndau (unten links), dem Catering-Service von Viadukt (unten rechts) und dem Zwergenstübchen in Bad Boll (Mitte). Montage: Staufenpress

Feierlaune im "Gute Taten"-Aktionsbüro der NWZ. Als Brigitte Staudenmayr gestern die Kontostände zusammenzählte, stand ein neuer Rekord zu Buche: Genau 201 278 Euro verzeichnete die Kassiererin des Fördervereins "Gute Taten" zum Abschluss der laufenden Aktion. So viel haben die Leser, Firmen und Veranstalter noch nie zuvor in der 38-jährigen Geschichte der NWZ-Benefizaktion gespendet. Auch die Zahl der Einzelspender erreichte einen neuen Höchststand, berichtetet Brigitte Staudenmayr.

Was im Jahr 1974 mit umgerechnet gut 10 000 Euro anfing, steigerte sich nun auf den mehr als zwanzigfachen Betrag. In all den Jahren haben die Leser somit mehr als 4,451 Millionen Euro für die sozialen Belange zusammengetragen. Damit wurde so manches Projekt erst möglich - oder durch finanzielle Hilfe vor dem Aus bewahrt.

Das gilt auch für die jetzt zu Ende gehende Saison: Wenn am kommenden Dienstag im Autohaus Vogel die Spendenschecks an die Organisationen überreicht werden, können wieder 23 soziale Vorhaben im Landkreis unterstützt werden.

Die Liste der Projekte reicht von Obdachlosenhilfe im Haus Linde oder bei der Heilsarmee bis hin zu Jugendprojekten im Haus der Jugend oder im Rahmen der Straßensozialarbeit. Sterbenskranke Menschen und deren Angehörige können in der Palliativstation an der Klinik am Eichert und vom neuen Hospizhaus in Faurndau Hilfe in einer schweren Lebensphase erwarten. Unterstützt werden Menschen mit Behinderungen bei der Lebenshilfe oder im Heil- und Erziehungsinstitut in Eckwälden, psychisch kranke Menschen bei Viadukt.

Durch das hohe Spendenaufkommen können weitere Projekte mit finanzieller Hilfe rechnen. Das von der NWZ-Aktion mitgetragene Jugendcafé Moccalino in Jebenhausen, das kürzlich durch einen Rohrbruch schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, bekommt nun 5000 Euro zum Wiederaufbau.

Außerdem ist es nun möglich, für das Rote Kreuz neben dem Familientreff und einem Übungssimulator auch den Gerätewagen der Katastrophenhilfe mit 10 000 Euro teilweise zu finanzieren.

Auch die unbürokratische Hilfe für Familien nimmt wieder einen breiten Raum ein. In Zusammenarbeit mit dem Sozialamt des Landkreises wurden 20 Familien und Einzelpersonen ausgewählt, die durch Schicksalsschläge, durch Tod oder Krankheit betroffen sind. Als Beispiel sei die Familie der fünfjährigen an Leukämie erkrankten Göppingerin Emilie genannt.

Mario Bayer, Vorsitzender des Fördervereins Gute Taten, sagte angesichts des neuen Spendenrekords: "Das phänomenale Ergebnis ist ein Zeichen dafür, wie wichtig es den NWZ-Lesern und allen Unterstützern der Aktion ist, direkt vor Ort Hilfe zu leisten, wo sie am nötigsten ist."

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