Regio-Ticket: ACE widerspricht der Bahn

Das Regio-Ticket wurde von der Bahn nie richtig beworben, widerspricht der ACE-Kreisvorsitzende Harald Kraus dem Geschäftsführers der DB Regio, Hans-Albrecht Krause.

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Der ACE-Kreisvorsitzende Harald Kraus hat den in einem Brief an den Göppinger SPD-Landtagsabgeordneten Peter Hofelich gemachten Aussagen des Geschäftsführers der DB Regio AG, Hans-Albrecht Krause, widersprochen. Der hatte den Wegfall des Tickets im Dezember unter anderem damit begründet, dass "der Mehrverkehrseffekt durch das Regio-Ticket trotz entsprechender Marketingmaßnahmen nicht eingetreten ist". Von den von der Bahn behaupteten Marketing-Maßnahmen habe man jedenfalls im Filstal nichts bemerkt, so Kraus. Der ACE begrüßt ausdrücklich, dass der Abgeordnete Peter Hofelich mit den Nahverkehrsverantwortlichen für das Filstal über eine Verbesserung der Situation reden will. "Offenbar hatte Herr Krause nie selbst versucht, ein Regio-Ticket zu lösen, sonst würde er wissen, dass dasselbe im Automaten-Menü nur bei Vorhandensein von Insider-Kenntnissen zu finden war. Heute gilt das gleiche noch für das so genannte Metropol-Ticket", schimpft Kraus. "Man gewinnt den Eindruck, dass die Bahn es ihren - potentiellen - Kunden absichtlich schwer macht, an die günstigen Tickets zu gelangen", fügt er hinzu. Eigentlich müsse die Bahn doch wissen, dass sich ein Produkt nur dann verkaufen lasse, wenn es offensiv beworben werde. Dies sei beim Regio-Ticket nie der Fall gewesen, obwohl es für Fahrten nach Ulm und Stuttgart von jenen Kunden, die es im Menü gefunden hätten, sehr gerne und mit steigender Tendenz genutzt worden sei. Die "klammheimliche Abschaffung" führe dazu, dass die Bahn für die gleiche Leistung seit Jahresbeginn 60 Prozent mehr verlange. Dies gelte allerdings nur für Fahrten, die zum Beispiel nach Ulm oder Stuttgart Hauptbahnhof vorgenommen werden. Zu Zielen darüber hinaus, räumt Kraus ein, wäre das Metropol-Ticket in der Tat ein günstiges Angebot, das zu nutzen er empfehle, um unnötige Autofahrten in die beiden Großstädte zu vermeiden.

Besonders auf die Palme brachte ihn, dass die Marktforschung der Bahn erbracht haben soll, dass der Bedarf an Kurzstreckentickets bis 50 Kilometer gering sei. "Erstens stimmt dies mit den Beobachtungen vieler Bahnnutzer nicht überein und zweitens ist dies eine nahverkehrspolitische Bankrotterklärung der Bahn", stellt Kraus fest.

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