Rad-Aktionstag: Staus als Folge

Am Rad-Aktionstag waren die Innenstädte durch zusätzlichen Verkehr belastet, die Behinderungen bleiben meist im Rahmen. Gegen Abend kam es aber vor allem in Ost-West-Richtung zu erheblichen Staus.

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  • Die neue Bundesstraße B 10 zwischen Ebersbach und Süßen ist am Sonntag bis 20 Uhr für den Autoverkehr gesperrt und für Radfahrer freigegeben. 1/2
    Die neue Bundesstraße B 10 zwischen Ebersbach und Süßen ist am Sonntag bis 20 Uhr für den Autoverkehr gesperrt und für Radfahrer freigegeben. Foto: 
  • Der Rad-Aktionstag veränderte die Verkehrsströme. So waren für einen Sonntagmittag ungewöhnlich viele Autos in Ebersbach unterwegs. Foto: Daniel Grupp 2/2
    Der Rad-Aktionstag veränderte die Verkehrsströme. So waren für einen Sonntagmittag ungewöhnlich viele Autos in Ebersbach unterwegs. Foto: Daniel Grupp Foto: 
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Die Sperre der neuen B 10 zwischen Ebersbach und Süßen hat gegenüber einem normalen Sonntag zu erheblich mehr Verkehr in den Innenstädten des Filstals geführt. Schließlich mussten die alte B 10 und andere Ortsstraßen die Autos aufnehmen, die sonst auf der Umgehungsstraße unterwegs sind. Trotz gelegentlicher Behinderungen blieb an weiten Teilen des Tages der Verkehr flüssig, hat die Polizei festgestellt. Die Situation wird um die Mittagszeit mit "hohem Verkehrsaufkommen" umschrieben, berichtet Polizeisprecher Uli Sauter.

Eine relativ entspannte Lage galt vor allem für Fahrten in West-Ost-Richtung. Viel mühseliger war für viele Fahrer allerdings die Reise in Richtung Westen, dabei ist es teils zu erheblichen Behinderungen gekommen. Am Spätnachmittag und Abend, als viele Ausflügler, auch aus den Nachbarkreisen, auf der Rückfahrt waren, war zwischen Süßen und Ebersbach zeitweise nur Schritttempo möglich. So schildert ein Verkehrsteilnehmer auf der Internetseite der NWZ, dass er zwischen Süßen und Ebersbach mehr als zwei Stunden gebraucht habe, weil er nur Schritttempo fahren konnte. Auch habe der Verkehrsfunk nicht auf die Sperrung hingewiesen, berichtet der Fahrer. "Man ließ die Autofahrer einfach in die Falle fahren." Ein anderer Online-Nutzer spricht von einem "Megastau" und fragt sich, ob Verkehrsmeldungen darüber politisch behindert worden sind. Ein Verkehrsteilnehmer spricht die hohe Abgasbelastung an und wundert sich, wieso für den Rad-Aktionstag nicht die gut ausgebauten Radwege genutzt wurden.

Tatsächlich hat auch der Polizeihubschrauber gegen 16 Uhr von Eislingen aus einen zwei Kilometer langen Stau in Richtung Osten ausgemacht, berichtet Polizeisprecher Sauter. Das Nadelöhr war hier die Hirschkreuzung. Offenbar konnte die Eislinger Ortsdurchfahrt, die vor einigen Jahren zurückgebaut wurde, den zusätzlichen Verkehr nicht verkraften.

Etwas später hat die Polizei auch für Faurndau in Fahrtrichtung Uhingen einen etwa zwei Kilometer langer Stau registriert. Ein Stau auf der Autobahn beim Albabstieg habe die Situation im Kreisgebiet verschärft, erläutert Sauter. Viele Autofahrer seien deswegen auf die B 10 ausgewichen.

Als dann gegen 19.20 Uhr etwas verspätet die Auffahrten zur Umgehungsstraße nach und nach geöffnet wurde, habe sich mancher ungeduldige Autofahrer, der an der Zufahrt wartete, beschwert, registrierte die Polizei. Während die Teilnehmer den Sonntag insgesamt als Erfolg bewertet haben, blieb auch aus Sicht der Polizei die Gesamtsituation im Rahmen. "Es war keine Weltuntergangsstimmung", fasst Sprecher Sauter die Verkehrssituation zusammen. Auch von den Online-Lersern wird nicht alles negativ gesehen: Einer bezeichnet den Rad-Aktionstag als "Funke der Hoffnung über den Wahnsinn der Menschen". Ein anderer fände es hingegen besser, für solche Ereignisse die Innenstädte zu sperren.

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Kommentare

19.09.2012 22:46 Uhr

Na wenn's mehr nicht war...

Meines Erachtens werden in Ihrem Artikel und im Kommentar die wenigen Probleme völlig überbewertet. Die Meinungen einzelner Betroffener wiegen schwerer, als der Nutzen Tausender. Was sind heutzutage schon 2 km Stau! Im Übrigen ließe sich die B10 ja auch generell in Frage stellen, wenn der Verkehr in den Orten durch die Sperrung nicht zugenommen hätte!

Eine Veranstaltung mit mehreren tausdend Teilnehmern ohne Behinderungen durchzuführen ist doch schlicht unmöglich. Man denke alleine an die letzte Fußball-EM, wo in vielen Ortsdurchfahrten nix mehr ging. Ohne Stau auf der A8, der durch "die Autofahrer" verursacht wurde hätte der Polizeihubschrauber vielleicht sogar gar keinen Stau gefunden.

Zu einer attraktiven Stadt und einem attraktiven Landkreis gehören Events einfach dazu.

Die B10 jedes Jahr sperren? Warum eigentlich nicht? Am besten gleich bis Plochingen oder gar Stuttgart. Andernorts z. Bsp. im Nagoldtal oder Moseltal finden solche Aktionen mit großem Zulauf jährlich statt!

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