Q-Fieber auf dem Rückzug

Das Q-Fieber im Landkreis ist auf dem Rückzug. Die meisten Fälle wurden zwischen Mai und Juli gemeldet. Schafherden sollte man weiterhin meiden.

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Obwohl die Anzahl der gemeldeten Fälle nicht weiter gestiegen ist, hält das Q-Fieber den Landkreis Göppingen weiter in Atem. Bis zum 14. August wurden dem Gesundheitsamt 43 erkrankte Menschen gemeldet, die meisten in Gemeinden im östlichen Kreisgebiet. Das seien deutlich mehr Erkrankungsfälle als im gesamten Jahr 2014, wie das Gesundheitsamt mitteilt. "Grundsätzlich ist die Anzahl an behandelten stationären Fällen jedoch bereits abgeflaut, die meisten Q-Fieber-Erkrankungen waren im Mai, Juni sowie im Juli", sagt Dr. Birgit Maier-Bay, Oberärztin an der Klinik am Eichert für Hämatologie-Onkologie und Infektiologie.

Ein Grund für die erhöhte Anzahl an Erkrankungen in den ländlichen Gebieten könnte sein, dass es Richtung Albtrauf mehr Schafherden gibt, die bei den meisten Fällen die Infektionsquelle sind, meint Dr. Alexandra Lang vom Gesundheitsamt Göppingen. "Man sollte nicht unbedingt Schafherden aufsuchen oder beim Scheren dabei sein", rät Lang. Obwohl es normalerweise keine lebensbedrohliche Erkrankung sei, sollten ängstliche Menschen Schafe lieber meiden, fügt sie hinzu. Ein weiterer Grund für die hohe Anzahl an gemeldeten Fällen in diesem Jahr, sei auch die Sensibilität der Ärzte: "Patienten werden deutlich häufiger auf Q-Fieber untersucht und damit werden auch mehr Fälle nachgewiesen, die früher vielleicht als Sommergrippe bezeichnet worden wären", heißt es in einer Pressemitteilung des Gesundheitsamtes.

Durch das Abklingen der Hitzewelle und den nun häufigeren Niederschlag sinke das Infektionsrisiko ebenfalls: "Durch den Regen wird der Erreger in tiefere Schichten eingetragen und fliegt nicht mehr kilometerweit durch die Luft", sagt die Medizinerin. Auch Birgit Maier-Bay hält die Gefahr der Ansteckung durch den Wetterumschwung nun für geringer: "Ist es besonders trocken und windig, so wie in den vergangenen Wochen, dann wirbeln die Erreger durch die Luft und infizieren Menschen mit der Krankheit, indem sie den hoch infektiösen Staub einatmen." Sollte es doch zu einer Ansteckung kommen und Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gelenkschmerzen erkannt werden, solle am besten gleich der Hausarzt aufgesucht werden, fügt Birgit Maier-Bay hinzu.

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