Prostata-Vorsorge rettet Leben

Die Selbsthilfegruppe Prostata will bei einem Vortrag am 3. Mai um 19.30 Uhr im Alten E-Werk Göppingen die Männer ab 40 animieren, Vorsorge zu betreiben. Das kann lebensrettend sein.

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Probleme mit der Prostata werden solange wie möglich ausgeblendet. Dabei ist Prostatakrebs die häufigste Krebsart bei Männern und nur bei einer frühzeitigen Diagnose stehen die Heilungschancen gut. Die Beschwerden liegen im Urogenitaltrakt. Hier treffen zwei Tabubereiche aufeinander: Sexualität und Ausscheidungsfunktion. Deshalb wenden sich viele Männer erst an einen Arzt, wenn sich ihre Schwierigkeiten nicht mehr übersehen lassen.

Reinhold Kurz, Leiter der Göppinger Prostata-Selbsthilfegruppe, kennt die Nöte: "Das erklärt auch, warum so wenige Männer Gesundheitsvorsorge betreiben." Obwohl die Krankenkassen jedem Mann ab 45 Jahren einmal jährlich eine Früherkennungsuntersuchung bezahlen, nimmt nur jeder fünfte Mann das Angebot wahr.

Den Themenabend am 3. Mai eröffnet Reinhold Kurz mit einem Abriss seines persönlichen Krank-heitsverlaufes, bevor Dr. Martin Barth, Chefarzt der Urologie der Klinik am Eichert und niedergelassener Arzt in der örtlichen Urologischen Gemeinschaftspraxis, über die Bedeutung der Vorsorgeuntersuchung spricht. In die medizinische Tiefe einsteigen wird Privatdozent Dr. Volker Bürkle, Chefarzt der Pathologie an der Klinik am Eichert. Er erklärt, wie ein Prostatakarzinom entsteht und beleuchtet die beiden Arten zur Klassifizierung von Prostatakrebs. "Beobachten, abwarten und operieren" ist das Thema von Professor Dr. Rainer Küfer, Chefarzt der Urologie in der Klinik am Eichert sowie niedergelassener Arzt in der Göppinger Urologischen Gemeinschaftspraxis. Die moderne Medizin bietet eine Vielzahl von Therapieverfahren. Welche Methode jeweils geeignet ist, hängt davon ab, in welchem Stadium der Tumor erkannt wurde.

Wie die Strahlentherapie im Kampf gegen die bösartigen Geschwülste funktioniert, darüber spricht Dr. Ulrike Schreck, Leitende Oberärztin der Klinik für Radioonkologie und Praxis für Strahlentherapie am Eichert. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit den regionalen Experten ein interessantes Themenpaket schnüren konnten und hoffen auf zahlreiche Interessenten", so Reinhold Kurz. Im Anschluss beantworten die Fachärzte Fragen aus dem Publikum.

Info Selbsthilfegruppe Prostatakrebs, Reinhold Kurz, Telefon: (07161) 659444.

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