Probe um Probe zum Sieger-Glühwein getestet

Beim 5. NWZ-Glühweintest auf der Göppinger Waldweihnacht bewerten die Juroren 16 Glühwein-und Kinderpunsch-Sorten. Die besten Gastronomen bekamen eine Urkunde.

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Glühwein gehört für viele zur richtigen Weihnachtsmarktatmosphäre dazu. Das Angebot auf der Göppinger Waldweihnacht ist aber so groß, dass Besucher sich manchmal nur schwer entscheiden können. Deshalb testeten zum fünften Mal fünf Leser beim NWZ-Glühweintest die verschiedenen Weine. Daneben gab es zum ersten Mal überhaupt einen NWZ-Punschtest, der für die jüngeren Besucher als Orientierungshilfe dienen soll.

Bei knappen vier Grad starteten die freiwilligen Tester in die Glühweinprobe, bereit sich mit einer der Tassen endlich aufzuwärmen. Claus Hauser, Monika Hochstetter, Stephan Pawlowski und Lukas Hezler bewerteten dieses Jahr insgesamt 16 Glühweinproben verschiedener Stände, nachdem ihre Bewerbungen zuvor von der NWZ ausgelost worden waren. Zusätzlich kam es dieses Jahr auch auf den Punsch an, für dessen Test sich Emma und Clara Hochstetter, Marlon Kowitz, Alexander Schurr und Sean Pawlowski bewarben. Die Idee für eine eigene Kinder-Bewertung auf der Göppinger Waldweihnacht kam nach einem Leserbrief von Daniela Jauch, die sich im vergangenen Jahr einen Punschtest gewünscht hatte.

Zu Beginn zeigen alle Tester Bereitschaft, sich den bevorstehenden 16 Proben in der Blindverkostung zu stellen. Während auf der Göppinger Waldweihnacht nachmittags klirrende Kälte herrschte, brachte Christina Geyer vom Stadtmarketingverein Göppinger City die ersten Glühwein- und Kinderpunsch-Proben zu den Testern. „Ersteinmal muss ich alle 16 testen“, antwortet Glühweintester Claus Hauser auf die Frage nach einem ersten Urteil. Die Tester machen still ihre ersten Notizen, jede Blindprobe wird einzeln auf ihren Geschmack bewertet. Mit den schnell kommenden Proben, jede natürlich von einem anderen Stand der Göppinger Waldweihnacht, lockert sich jedoch die Stimmung sichtlich.

Schon während den einzelnen Verkostungen wird klar, welcher der Glühweine oder Punsch-Proben  bei den Juroren am besten ankommt. Glühwein Nummer sechs, bisher noch ohne Herkunftsbezeichnung, war während des Tests schon ein heißer Kandidat für den Gewinnerplatz. „Der ist vollmundig, hat Geschmack und kratzt nicht so im Hals“, beschreibt Lukas Hezler seinen bisherigen Favoriten. Trotzdem, getestet und demnach auch entschieden wird erst zum Schluss.

Auch beim Kinderpunsch musste eiskalt entschieden werden, welches Heißgetränk die Nase vorn hat. Neben viel Lob für die am besten schmeckenden Kandidaten fiel aber nicht jede Bewertung positiv aus: „Puh, der schmeckt viel zu eklig“, bewertet die Kinderpunsch-Testerin Clara Hochstetter eine der Proben.

Neben dem Ausfüllen der Bewertungsbögen haben die Juroren aber genug Zeit, sich zu unterhalten. Sabine Weiszdorn-Jakobs und Stephan Pawlowski sind Neulinge in Sachen Verkostungen, während Claus Hauser und Monika Hochstetter schon etwas an Erfahrung vorweisen können: „Ich habe schon einige Whisky- und Gin-Tastings gemacht“, erzählt Monika Hochstetter in der Runde. Claus Hausers Erfahrung in Weinproben machten ihn besonders neugierig, bei einer Glühweinverkostung mitzumachen. Dafür habe Sabine Weiszdorn-Jakobs oft ihren eigenen Glühmost gemacht. Auf die Glühweine der 

Dass die Zeit und vielleicht auch der Alkohol langsam an den Testern zehren, macht sich in Claus Hausers Verwirrung über die Bewertung deutlich: „Das schmeckt am Ende doch alles gleich! Ich weiß gar nicht mehr, nach  was ich das bewerten soll.“ Er habe versucht, den Geschmack nach verschiedenen Kriterien zu bewerten, aber am Ende wurde oft nach dem Gesamteindruck des jeweiligen Glühweins entschieden.

Nachdem alle Proben von Glühwein und Kinderpunsch verkostetet waren, herrschte bei allen in der Runde das Gefühl, heute etwas geschafft zu haben. „Also ich hab mir so eine Verkostung schon entspannter vorgestellt“, bewertet Claus Hauser die Veranstaltung. Das viele Trinken, und dass man dabei auch noch einen klaren Kopf behalten muss, sei anstrengender als gedacht.

Nach der Ergebnisverkündung übergaben die Tester noch gemeinsam den Gewinnerständen ihre Urkunden. Alle Standbesitzer freuten sich über die Urkunden, manche reagierten sogar überrascht. Mit den schwarzen Schildern über eine Top-Platzierung herrscht jetzt vielleicht mehr Klarheit auf der Göppinger Waldweihnacht.


Nach einer offiziellen Bewertung von 16 verschiedenen Glühwein- und Kinderpunsch-Proben durch unabhängige Tester, stehen die Gewinner des NWZ-Glühweintests 2017 fest:

Glühwein

Den ersten Platz belegte mit 44 von 50 Punkten der Stand „Alpenstadl“. Der Glühwein sei vollmundig, habe viel Geschmack und kratze dabei nicht im Hals, urteilten die fünf Glühweinjuroren.

Auf dem zweiten Platz landetet mit 30 Punkten der Glühwein des Stands „Alwino Weiß“ der mit besonderer Süße und Fruchtigkeit im Test punkten konnte.

An dritter Stelle kommt mit 29 Punkten der Glühwein von „New e shewe“. Die Tester bewerteten ihn als eher mild mit einer fruchtig-sauren Note.

Punsch

Erstplatziert im Kinderpunsch-Test war ebenfalls der Stand „Alpenstadl“ mit 42 Punkten. Die jungen Tester mochten den Punsch am liebsten, weil er vor allem nach Apfel und Orange schmeckte.

Den zweiten Platz mit 32 Punkten teilen sich die „Sichtbar“ und  „Paul’s“. Beide konnten gleich gut überzeugen.

Metzgermeister Bäcker und das Gilo teilen sich mit 30 Punkten den dritten Platz.

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NWZ-Glühwein- und Punschtest 2017

Der 5. NWZ-Glühwein- und Punschtest findet am 6. Dezember 2017 auf der Göppinger Waldweihnacht statt.

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