PRO: Chance für Stadt und Landkreis

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Bürgermeister Gebhard Tritschler sieht im Baum- wipfelpfad eine einmalige Chance für den Tourismus im Landkreis.

Aufgrund der topografischen Gegebenheiten, der zahlreichen Schutzgebiete, als auch wegen der engen Tallage sind die Möglichkeiten zur Ansiedelung von Gewerbebetrieben in Wiesensteig sehr begrenzt. Auf der anderen Seite verfügt die Stadt Wiesensteig und das gesamte Obere Filstal über eine tolle Natur und eine abwechslungsreiche Landschaft.

Daher hat sich die Stadt bereits vor Jahren dafür ausgesprochen, verstärkt die Potenziale des Tourismus und der Naherholung zu nutzen und die sich daraus bietenden Chancen zu ergreifen. Doch trotz aller Bemühungen ist es sehr mühsam, Erholungssuchende in unsere Region zu locken und von den Vorzügen unserer Landschaft zu überzeugen. Auch in anderen Regionen werben Gemeinden mit ihrer schönen Natur. Mit dem Baumwipfelpfad könnten die Stadt und der Landkreis diese überregionale Aufmerksamkeit erlangen.

Das Konzept eines Baumwipfelpfades mit integriertem Waldinformationszentrum bietet einen hohen Erlebniswert - ergänzt um die Möglichkeit, wald- und umwelterzieherische Inhalte einem großen Besucherkreis zu kommunizieren.

Der Landkreis und die Stadt Wiesensteig sehen in diesem hochwertigen Gesamtkonzept die große Chance, Landschaft und Wälder der Region attraktiv und aus ungewöhnlicher Perspektive zu präsentieren.

Damit wird nicht nur die touristische Entwicklung einen großen Schritt vorangebracht, es entsteht auch eine Plattform, auf der die Sensibilität für unsere naturnahe Umwelt geschärft und für eine naturverträgliche Landnutzung als Grundlage unserer Kulturlandschaft geworben werden kann. Hierbei gilt der Grundsatz "Nur was wir kennen, schätzen wir. Nur was wir schätzen, schützen wir".

Außerdem entstehen nach dem aktuellen Stand der Konzeption in Wiesensteig durch das Projekt rund 20 neue Arbeitsplätze.

Ein barrierefreier Baumwipfelpfad ist auch ein attraktives Angebot für Menschen mit Gehbehinderungen, welches wir gerne auf unserer Gemarkung anbieten möchten.

Selbstverständlich werden bei der Entwicklung des Projekts sehr intensiv die Belange des Umwelt- und Naturschutzes einbezogen. Im Rahmen einer naturschutzfachlichen Begutachtung, für die eine mehrmonatige Erhebung und Dokumentation vor Ort erfolgt, werden die entsprechenden Betroffenheiten untersucht und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Vermeidung beziehungsweise Verringerung des Eingriffs erarbeitet.

Der Investor hat den Naturschutz und die Verträglichkeit des Projekts im Blick und wird den Planungsstand am 7. März bei einer Bürgerversammlung der Öffentlichkeit präsentieren. Durch das Vorhaben werden auch neue Betroffenheiten und Belastungen entstehen. Stadt und Landkreis hoffen aber, diese durch gemeinsame Anstrengungen im konstruktiven Dialog so gut als möglich zu vermeiden und die Chancen, die sich durch das Projekt bieten, zum Wohl von Stadt und Kreis sowie seiner Bewohner zu nutzen.Info: Gebhard Tritschler (46) ist Bürgermeister der Stadt Wiesensteig.

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