Polizei wegen "Car-Freitag" alarmiert

Hunderte Tuning-Fans wollen sich Karfreitag mit ihren gestylten Fahrzeugen auf dem Rewe-Parkplatz in Lorch treffen. Allerdings haben sie sich dafür keine Erlaubnis eingeholt - und damit die Polizei auf den Plan gerufen.

|
Nach einem Aufruf der Göppinger Tuning-Szene wollen sich Hunderte Autofans in Lorch treffen - doch dafür gibt es keine Genehmigung.  Foto: 
„Carfreitag Saisonopening“ - diesen Termin kündigte die Gruppe „Tuningszene Göppingen“ am Donnerstag auf Facebook an. Treffen wollen sie sich an Karfreitag. Problematisch ist allerdings, dass der Besitzer des Supermarktes von nichts wusste. Gehen die Tuning-Fans nun doch dorthin, wäre das Hausfriedensbruch.

Ganz unvorsichtig war die Gruppe nicht. „Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich! Die TSG ist weder Veranstalter noch für irgendwelche Sachen belangbar“, schrieb sie. „Das ist kein offizielles Treffen, nur ein zufälliges Aufeinandertreffen der Leute.“ Dennoch riefen sie dazu auf, sich zu benehmen "und den eventuell anfallenden Müll ordnungsgemäß zu entsorgen“.

Die Ankündigung stieß auf immenses Interesse bis hin nach Frankfurt. Bis Mittag waren bereits fast 600 Interessierte registriert. Ein Facebooker aus Böblingen fragte schon bei Usern aus der näheren Umgebung an, ob man nicht in Kolonne nach Lorch fahren wolle.

Doch nicht nur Autofreaks sind interessiert, die Ankündigung alarmierte auch die Ostalb-Polizei. „Ein ähnliches Treffen gab’s 2013 schon in Göppingen“, sagte der Leiter der Polizei-Pressestelle, Klaus Hinderer. Und auch der dortige Carfreitag habe die Polizei auf den Plan gerufen. So wird es auch dieses Mal sein. „Der Eigentümer des Rewe-Markts wusste von nichts.“ Er habe jetzt angekündigt, den Parkplatz abzusperren, sagte Hinderers Kollege Rudolf Biehlmaier.

Sollten Tuningfreunde trotzdem auf das Gelände vordringen, wäre es Hausfriedensbruch. Bleiben die Teilnehmer auf der Straße, parken dort in großer Zahl, fahren Konvoi oder Ähnliches, dann wäre dies eine Sondernutzung des Straßenraums – und die sei nicht genehmigt worden. Die Polizei jedenfalls bereite sich auf ein Treffen vor und werde in diesem Fall scharf kontrollieren.

Geprüft werde für diesen Fall außerdem, ob die Aufrufer zu diesem Treffen die Kosten für den Polizeieinsatz tragen müssten. Denn, so Klaus Hinderer, das sei kein zufälliges Aufeinandertreffen einiger Autofahrer, sondern „ganz klar eine Facebook-Party“.
 
Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Mehrheit lehnt Messstelle an der Sternkreuzung ab

Die Mehrheit im Göppinger Gemeinderat hat eine Messstelle für Luftschadstoffe an der Sternkreuzung abgelehnt. Auch die Verwaltung war dagegen. weiter lesen