Pharmazie-Studenten zu Gast in Göppingen

Die öffentliche Position des Apothekers stärken und hierbei den Patienten in den Fokus stellen: Dies ist die Zielsetzung eines Projekts, das acht amerikanischen Pharmazie-Studenten nach Göppingen führte.

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Die Lokalität für den gemütlichen Ausklang des Tages hätte nicht besser gewählt werden können: In der gemütlichen Göppinger Gaststätte "d´Apothek" von Mira Feldmann - in deren Räumlichkeiten lange Jahre die international bekannte homöopathische Central-Apotheke von Dr. Mauch beheimatet war - ließ eine Gruppe mit acht amerikanischen Pharmazie-Studenten der "University of Florida" am Donnerstagabend einen ereignisreichen Tag ausklingen.

Doch was hatte die amerikanischen Studenten eigentlich in die Stauferstadt gelockt? - "Ein offizielles Programm zwischen der amerikanischen Universität und Deutschland", erklärt Apotheker Jochen Pfeifer.

Pfeifer der nicht nur Inhaber einer Apotheke im nordrhein-westfälischen Velbert ist, sondern zudem auch noch als "Clinical-Assistant-Professor" an der "University of Minnesota" und an der "University of Florida" beschäftigt ist, erläutert die Hintergründe: Für amerikanische Pharmazie-Studenten - die für eine Studienzulassung oft bestimmte Voraussetzungen, wie einen absolvierten Bachelor-Abschluss mitbringen müssten und sich aufgrund der vorhandenen Fachkenntnisse gleich zu Studienbeginn mit der klinische Pharmazie beschäftigen könnten - absolvierten im Rahmen ihres letzten Studienjahres verschiedene vierwöchige Praxisblöcke.

"Davon findet einer in Form eines internationalen Austausches statt", sagt Pfeifer, der die Studenten seit vier Jahren unter anderem auch bei interessanten Austauschen in Deutschland begleitet.

Das Ziel des offiziellen Projekt-Programms, das aktuell die acht Studenten nach Göppingen führte, ist eine zukünftige Stärkung der Rolle des Apothekers bei der Patientenbetreuung. Zukünftig gelte es in Deutschland eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern zum Wohl des Patienten anzustreben, erläutert Pfeifer. In Form eines neuen Medikamentenmanagements sei es wünschenswert, dass Apotheker Patienten zukünftig durch Heranziehung ärztlicher Diagnosen, Laborwerten und der jeweiligen Medikamentenhistorie besser betreuen können.

"Dieses Prinzip wird in Amerika bereits erfolgreich angewandt", berichtet er. Aus diesem Grund sei auch der Austausch mit den amerikanischen Studenten für die deutsche Ärzteschaft sehr interessant.

So auch in Göppingen, wo Pfeifer gemeinsam mit der Apothekerfamilie Wälde unter anderem einen Besuch im örtlichen Christophsbad organisierte, wo sich Studenten mit Chefarzt Dr. Leopold Hermle und weiteren Ärzten entsprechend austauschten. "Sowohl die Ärzte, als auch die Studenten waren richtig begeistert", erklärte Pfeifer. Im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens, an dem neben Vertretern aus dem Apothekerverein, der Apothekerkammer und der Ärzteschaft zudem auch der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich teilnahm.

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