Pflegeheime sind gut frequentiert

Der Regionalverband Alb und Stauferland des Arbeiter-Samariter-Bundes ist zufrieden mit 2011. Die Einrichtungen sind gut belegt, die Mitgliederzahlen steigen und der Verband wirft Gewinn ab.

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Günter Feucht sieht den ASB-Regionalverband gut aufgestellt.

"Der ASB in Merklingen schafft den Spagat zwischen Unternehmen und Verein gut", lobte Bürgermeister Sven Kneipp in der Hauptversammlung am Freitag den Regionalverband Alb und Stauferland, und Günter Stolz, ehemaliger Merklinger Bürgermeister und Mitglied des Regionalverbands, fügte hinzu: "Er entwickelt sich zum modernen Dienstleistungsbetrieb." Die verbandseigenen Pflegeheime in Merklingen und Heroldstatt sind gut belegt. In Heroldstatt sogar zu gut: "Das Heim dort platzt aus allen Nähten", meinte der Vorsitzende Günter Feucht und berichtete von anstehenden Erweiterungsmaßnahmen, die eigentlich schon im vergangenen Jahr hätten gemacht werden sollen. "Wir sind in der Bringschuld", erklärte er. "Die Planung ist abgeschlossen, die Verhandlungen mit der Ortsverwaltung laufen."

Das Pflegeheim in Göppingen mit 78 Plätzen ist stets gut frequentiert, wie aus dem Vorstandsbericht hervorging. Im Merklinger Betreuten Wohnen sind 18 von 23 ausgebauten Wohnungen stets belegt. Mit dem Bau des Pflegeheims in Ebersbach, das im September eröffnet werden soll, erweitert der Regionalverband sein Angebot um 51 Pflegeplätze und bietet zudem zwei Hausgemeinschaften, sogenannte Senioren-WGs, wie sie in Göppingen bereits bestehen, an. Nachdem Feucht den Mitgliedern noch von einem Gewinn von 67 400 Euro (Jahresumsatz 7,2 Millionen Euro) berichten konnte, warnte er vor: "Nach dieser Baumaßnahme erwarten wir im nächsten Jahr Minuszahlen."

Der ambulante Pflegedienst in Merklingen und die Ebersbacher Sozialstation werden immer mehr nachgefragt, weshalb der Fuhrpark stetig ergänzt und erneuert werden müsse. Im Grunde, so Feucht, finanzierten sich die Pflegeeinrichtungen über den Rettungsdienst und über die Arbeit der 42 Ehrenamtlichen. Allein Letztere haben im vergangenen Jahr 10 360 Arbeitsstunden geleistet. Das sei auf Dauer nicht zu schaffen, meinte Feucht, auch wenn sein Stellvertreter im Landesverband, Karl-Eugen Altörfer, gerade den finanziellen Aspekt durch die ehrenamtliche Arbeit als attraktiven Zusatz im Wettbewerbsdschungel hervorhob. Dennoch, so betonte Feucht, habe der Regionalverband sechs neue Arbeitsstellen im vergangenen Jahr geschaffen und bietet zwölf Ausbildungsplätze. Insgesamt sind beim Regionalverband derzeit 185 Hauptamtliche beschäftigt. "Sorgenkinder" seien die FSJler und Bfdler (Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst). Hier wünscht er sich noch viel mehr Bewerbungen. "Ohne deren Unterstützung und ohne die Hilfe unserer Ehrenamtlicher sind unsere Dienstleistungen gar nicht finanzierbar", argumentierte er und führte als Beispiel den Fahrdienst an. Müsste der ASB überall Hauptamtliche einsetzen, wäre dieser Dienst für die Kunden unbezahlbar.

Noch nicht vollzogen ist die bereits für vergangenes Jahr geplante Zertifizierung des Regionalverbands. Derweil die Pflegeheime und ambulanten Pflegedienste soweit wären, sei der Rettungsdienst noch im Rückstand. "Doch der muss zuerst zertifiziert werden", erklärte Feucht. Ebenfalls ein wichtiges Anliegen in diesem Jahr sei die neue Satzung im Landesverband, nach der sämtliche Verbände im Land an die Vereinsform gebunden wären.

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