Pfarrer Schneider in Manzen verabschiedet

Pfarrer Michael Schneider wurde jetzt nach sechs Jahren in Manzen mit Gottesdienst und Empfang verabschiedet. Er wechselt nach Endersbach.

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Michael Schneider bei der Verabschiedung.  Foto: 

Die Reihe der Gruß- und Dankesworte wollte nach dem Gottesdienst am Sonntag in der Manzener Johanneskirche kein Ende nehmen, als der evangelische Pfarrer Michael Schneider nach sechs Jahren aus seiner ersten Pfarrstelle verabschiedet wurde. Er geht mit Frau und den Zwillingen nach Weinstadt-Endersbach, wo er ab September seine neue Pfarrstelle antreten wird. In seiner kurzen Ansprache dankte er allen Rednern, der Gemeinde und „dezidiert meiner Frau“. Die erste Liebe, den ersten Kuss und die erste Gemeinde vergesse man nie, so Schneider.

Mit einem Gottesdienst, bei dem das Thema „Wege“ im Vordergrund stand und bei dem die Kindergartenkinder das Lied „Gott hält die ganze Welt in seiner Hand“ sangen und zugunsten von Familie Schneider mit witzigen Rückblicken abwandelten, begann die Verabschiedung. Singkreis, Kirchengemeinderäte und Solisten brachten Darbietungen, während Schneider als Metapher für das Unterwegssein und als Erinnerung an seine Investitur seine verwaschene Jeans in die Höhe hielt. „Jetzt ist es an der Zeit, eine neue zu tragen“, sagte er und bezog sich auf das Bild des Gehens als Lebensaufgabe „vom Laufstall bis zum Rollator“.

Dekan Rolf Ulmer machte den Anfang der zahlreichen Grußredner. Sie alle schilderten Schneider als engagierten, unkonventionellen Pfarrer. „Beide hatten Glück, die Gemeinde und Sie“, sagte Ulmer und ließ die vielen Aktivitäten vom Hochschulpfarrer über das Engagement im Waldheim Revue passieren. Schuldekanin Annette Leube sagte, es mangle Michael Schneider nicht an Selbstvertrauen und er solle gemäß einem Gleichnis das Schlafen nicht vergessen.

Verschiedene Kollegen wie der katholische Pfarrer Felix Dolderer, Volker Landskron vom Waldheim, Vertreter des Distrikts aus Eislingen, des Seniorenkreises, junge Mitarbeiter, Kirchengemeinderäte und deren Vorsitzende Elke Goller von Manzen-Ursenwang-Schlat bedauerten den Weggang Schneiders und beschrieben ihn als jemanden, der „eine Brücke in die Moderne“ schlagen könne. Sie brachten Geschenke wie einen selbst gedrehten Film, ein Liederbuch, ein Holzscheit mit der Aufschrift „danke“ und „hope“ oder neue Schlagzeugstöcke für den Schlagzeug spielenden Pfarrer. Pfarrkollegin Eva Barbara Schüz aus Schlat brachte in einer launigen kleinen Rede Beispiele, wie „man völlig unterschiedlich sein und trotzdem hervorragend zusammenarbeiten kann“. Zum Abschluss sangen die Kirchengemeinderäte das selbst gedichtete Lied: „Danke, es war wundervoll.“

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