Partystimmung bei Frisch-Auf-Frauen trotz Platz vier

Die Frisch-Auf-Handballerinnen haben die Chance verpasst, sich über den Pokalsiegerwettbewerb für den Europacup zu qualifizieren. Beim Final Four verloren sie das Spiel um Platz drei gegen Buxtehude mit 25:30.

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Der Enttäuschung über die 25:30 (13:15)-Niederlage gegen den Buxtehuder SV im Spiel um Platz drei beim Endrundenturnier um den DHB-Pokal der Handballerinnen in der Göppinger EWS-Arena folgte bei den Frisch-Auf-Frauen schnell der Stolz auf das, was sie in dieser Spielzeit geleistet haben.

"Wir haben in dieser Saison gleich mehrere Schritte nach vorne gemacht. Auch diese Niederlage hilft uns dabei, zu sehen, was uns noch fehlt", sagte Frisch-Auf-Trainer Aleksandar Knezevic. Seine Spielmacherin Maike Daniels pflichtete ihm bei: "Wir müssen noch lernen, solche Spiele für uns zu entscheiden", meinte sie.

Bis zu Beginn der zweiten Hälfte hielten die Göppingerinnen gegen die favorisierten Gäste noch gut mit, lagen in der 32. Minute beim Stand von 14:16 nur zwei Tore in Rückstand, doch anschließend gelang es Frisch Auf nicht, aus einer doppelten Überzahl Kapital zu schlagen, im Gegenteil: Buxtehude markierte, jetzt mit einer Spielerin weniger, zwei Treffer zum vorentscheidenden 18:14 für die Norddeutschen. "In dieser Phase hätten wir zwei Tore machen müssen, stattdessen haben wir zwei reinbekommen", ärgerte sich Knezevic.

Doch trotz der Niederlage, die der Göppinger Coach ebenso wie Maike Daniels auch auf den Kräfteverschleiß seines dünnen und geschwächten Kaders zurückführte, war Knezevic zufrieden: "Gegen Topmannschaften wie den Thüringer HC und Buxtehude kann man verlieren. Das ist keine Blamage. Diese zwei Niederlagen trüben unsere tolle Saisonbilanz nicht."

Das sahen auch die 3250 Zuschauer so: Schon eine Minute vor Schluss, als die Niederlage längst besiegelt war, erhoben sich viele von ihren Plätzen und klatschten minutenlang Beifall. Auch die ganz in blau gekleideten Buxtehuder Anhänger ließen ihr Team hochleben.

Nach den beiden Niederlagen gegen den Deutschen Meister Thüringer HC am Samstag (22:28) im Halbfinale des Endrundenturniers und am Sonntag gegen Buxtehude im Spiel um Platz drei haben die Frisch-Auf-Frauen die Chance verpasst, sich über den Pokalsiegerwettbewerb für den Europacup zu qualifizieren. Doch noch besteht Hoffnung: Falls der bereits für den Europapokal qualifizierte VfL Oldenburg wie in den vergangenen beiden Jahren seine Meldung zurückzieht, würde Frisch Auf als Tabellensechster der Bundesliga-Hauptrunde in den Europacup nachrücken.
 


SO SPIELTEN SIE

Frisch Auf Göppingen: Hegemann (ab 42.), Jankovic; Brugger, Scheffknecht (1), Dolder (1), Stellbrink, Daniels (3), Weigelt (1), Karolius (4), Dinkel (7/1), Leppert (1), Vojtiskova (7), Janeckova.

Buxtehuder SV: Lenz, Krause; Deen (2), Klein (4/2), Wode, Lütz (3), Fischer (4), Bülau (3), Kaiser, Lamein (1), Stapelfeldt (4), Lamp (1), Langkeit (2), Oldenburg (1), Hayn (5).

Schiedsrichter: Christian Moles/Lutz Pittner (Heddesheim/Laudenbach).

Zeitstrafen: 12:8 Minuten.

Rot: Leppert (48./dritte Zeitstrafe).

Zuschauer: 3250.



Thüringer HC nach Pokalsieg gegen Leipzig auf Doublekurs

Die beiden Trainer, deren Mannschaften das Spiel um Platz drei beim Final Four bestritten hatten, Aleksandar Knezevic (Göppingen) und Dirk Leun (Buxtehude), hatten vor dem Finale den richtigen Riecher: Beide tippten auf den Thüringer HC als neuen Pokalsieger.

Vor den Augen einiger übermüdeter Frisch-Auf-Spieler, die abends zuvor noch im Europacup in Maribor ranmussten, und dem Göppinger Neuzugang Evgeni Pevnov schlug der Deutsche Meister im ostdeutschen Duell den HC Leipzig mit 30:22 (15:11). Beste Torschützinnen beim neuen Pokalsieger waren Nadeshda Nadgornaja und Danick Snelder mit jeweils acht Toren.

Nach diesem deutlichen Erfolg gegen den härtesten Rivalen sind die Spielerinnen von Trainer Herbert Müller auf dem besten Weg, das Double zu holen.

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