Pächtersuche vor Abschluss

Die Suche nach Pächtern für die Göppinger Stadthalle und das Bergcafé auf dem Hohenstaufen geht in die heiße Phase. In beiden Fällen gibt es Interessenten, darunter Oliver Kottmann und die Firma Saltico.

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Göppingen - Die Stadthalle und die neu gestaltete Berggaststätte auf dem Hausberg Hohenstaufen sind wohl die wichtigsten städtischen Gastronomiebetriebe. Kein Wunder, dass sich jetzt alle Augen auf die Entscheidungen richten, wer die künftigen Pächter sein werden. Heute soll nach Information der NWZ im Rathaus eine Vorauswahl getroffen werden, wer als künftiger Betreiber der Stadthallen-Gastronomie in Frage kommt. In der kommenden Woche soll dann die Entscheidung fallen. Auch für die Berggaststätte steht die Wahl unmittelbar bevor, noch in diesem Monat wolle die Stadt dem Gemeinderat einen Pächter vorschlagen, teilte Rathaus-Sprecher Dejan Mrkaja mit.

Vor allem das Restaurant der Stadthalle ist seit langem ein Sorgenkind der Verwaltung. Seit die Pächterin Petra Schulz im Jahr 2007 Insolvenz anmelden musste, gibt es in dem vor acht Jahren umgebauten Restaurant keinen Regelbetrieb mehr. Es ist nur bei Veranstaltungen und für Familienfeiern geöffnet. Diese Interims-Lösung war mehrmals verlängert worden, um dem Betreiber eines Hotels die Chance zu geben, die Stadthallen-Gastronomie zu integrieren. Die Hotelpläne sind bekanntlich geplatzt. Wie viele Bewerber sich auf die Ausschreibung gemeldet haben, wollte die Stadt gestern nicht sagen.

Der derzeitige Pächter Oliver Kottmann, dessen Vertrag noch bis Ende Juli läuft, hatte stets bekundet, das Restaurant im aktuellen Zustand lasse sich mit festen Öffnungszeiten derzeit nicht rentabel betreiben. Jetzt hat er sich doch um die Pacht beworben, macht aber klar, dass dafür vor allem in der Küche größere Investitionen nötig wären. Das sieht man inzwischen offenbar auch bei der Stadt so. Das Alter vieler Geräte liege über der rechnerischen Lebensdauer. Auch der allgemeine Zustand der Küche entspreche nicht dem Standard, so die Verwaltung. Allerdings: Bis zur geplanten Neuverpachtung im August kann die Küche nicht auf Vordermann gebracht werden, denn dafür gibt es momentan kein Geld. Daher will sich die Kommune zunächst mit einer Fixpacht begnügen. Oliver Kottmann betont, dass auch das Mobiliar und die Markisen auf der Terrasse erneuert werden müssen.

Auch über die Bewerbungen für die neue Berggaststätte auf dem Hohenstaufen hält sich die Stadt bedeckt. Ein Interessent ist jedenfalls die Firma Saltico, deren Geschäftsführer Andreas Schweickert auch die Betreibergesellschaft der EWS-Arena leitet. Er betonte gegenüber der NWZ, im Saltico-Gesamtkonzept für den Hohenstaufen sei das Café nur einer von mehreren Bausteinen. Saltico wolle das Konzept auch nicht alleine, sondern mit einem Netz an Partnern umsetzen. Schweickert setzt auf den herausragenden Natur- und Geschichtsbezug des Berges, in den sich die Gastronomie integrieren könne. Dem Berg müsse "mehr Wertschätzung entgegengebracht werden", findet Schweickert. Für sein Konzept bedeutet dies, dass Ruhe und Erholung eine Rolle spielen. Grundschülern solle die Bedeutung und das Wissen über den historischen Ort vermittelt werden. Für Massenaufläufe, Mittelaltermärkte und Schwertkämpfe sei aber kein Platz.

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